Die Aufregung um die Geständnisse von Thomas Schmid, dem ungekrönten Chat-Meister in der heimischen Innenpolitik, ist groß, und viele fragen sich, welche Folgen all das noch haben wird. Das wird uns einige Zeit beschäftigen, die Gerichte werden sich damit befassen, und irgendwann einmal ist wieder Schluss damit.
So ist das in der Politik: Die Chats kommen und gehen, die Staatsschulden hingegen, die bleiben. Und es werden immer mehr. Der Schuldenberg wird bald 400 Milliarden Euro erreichen, das ist Rekord. Nein, nein, den hat nicht ein Finanzminister zu verantworten, seit 1955 hat es 70-mal ein Minus gegeben und nur ein einziges Mal einen kleinen Überschuss.
Diese Schulden also haben viele Väter. Und sie wären nicht so schlimm, wenn man damit die Zukunft finanziert: Zum Beispiel Schulen oder andere Ausbildungsstätten. Das ist es aber nicht. Denn, bitte anhalten, jedes Jahr übersteigen die Auszahlungen an die Pensionisten die Einzahlungen der Aktiven um rund 25 Milliarden Euro. Im Klartext, wie es Agenda-Austria-Leiter Schellhorn formulierte: „Wir versenken fast die gesamten Lohnsteuereinnahmen im Pensionsloch. Allein bis 2026 müssen 140 Milliarden Euro aus dem Budget zugeschossen werden, um das Defizit des Pensionssystems abzudecken.“
Ich höre schon den Aufschrei: Selbstverständlich haben sich alle ihre Pension verdient. Sie haben auch dafür Beiträge eingezahlt. Aber, das ist die harte Wahrheit, diese reichen nicht. Es wird wieder, so sieht es auch die Agenda Austria, mehr und länger gearbeitet werden müssen . . .
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