Obwohl ein Bauernhof bei dem verheerenden Unwetter im Gegendtal (Kärnten) schwer beschädigt worden war, wollte ein Kontrolleur den Tierbestand unter die Lupe nehmen.
Die Trauer um die geliebten Tiere vom Pilsachhof in Arriach, die Ende Juni in der Schlammlawine der Jahrhundertkatastrophe getötet wurden, ist noch immer groß. „Als ob es nicht noch schlimmer kommen könnte, stand vor zwei Wochen ein AMA-Kontrolleur am Hof und wollte doch glatt den Tierbestand überprüfen“, berichtet Rita Gollner erschüttert. Obwohl die verendeten Tiere - Großpferde, zwei Esel, ein Schaf, ein Pony und Hühner - bei der Landwirtschaftskammer-Außenstelle Villach gemeldet worden waren.
Der AMA-Kontrolleur hat extra drei Monate zugewartet, eben wegen der Unwetterkatastrophe.
Harald Waitschacher, AMA-Pressesprecher
Bizarre Bemängelung
„Wir waren den Tränen nahe, die Bürokratie bringt uns fast um. Und dann wird der Misthaufen beanstandet, weil er nicht umfriedet ist“, erzählt Rita Gollner. „Wir sind froh, dass wir das meiste mit Verwandten und Freunden geschafft haben, da denkt man nicht an den Misthaufen!“
AMA-Pressesprecher Harald Waitschacher erläutert die Umstände: „Die Kontrollen werden nach einem vorgegebenen Schema durchgeführt. Im Falle Pilsachhof wurde extra drei Monate zugewartet, aber es musste im Sinne des Landwirtes erledigt werden, um eine Auszahlung der Förderung noch in diesem Jahr zu ermöglichen.“
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