06.03.2005 14:35 |

Oktoberfest

Oktoberfest-Maß heuer in Plastikbechern

Ein leises "Plopp" bei Anstoßen der Bierkrüge - auf dem nächsten Oktoberfest in München könnte es sich so anhören. Erstmals sollen dort in diesem Jahr Maßkrüge aus Plastik getestet werden. "Es gibt fast nur Vorteile", sagte der Löwenbräu-Wirt Wiggerl Hagn, der die Idee hatte, in München.
"Die Bedienungen müssten nicht mehr soschwer tragen. Die Krüge sind fast ein Kilo leichter alsdie aus Glas." Außerdem gehe Plastik nicht so schnell kaputt."Auf der letzten Wiesn lagen über 26 Tonnen Glasscherbenauf dem Boden meines Zeltes", sagte der Wirt. Insgesamt fehltenam Ende 36.000 Krüge.
 
"Die Tradition ginge verloren"
Einen Nachteil sieht Hagn in den Plastikkrügenjedoch auch: "Die Tradition ginge verloren". Der Wiesn-Wirt willmit einem Probelauf in seinem Biergarten testen, wie das Bieraus Plastikgläsern ankommt. "Wir müssen abwarten, wasdie Gäste sagen". Die Idee für die Krüge aus Platikhatte Hagn aus Moskau mitgebracht. Bei dem dortigen Oktoberfestgebe es überhaupt keine Glaskrüge.
 
Geheime Sitzung
Die neue Leicht-Maß wurde laut "tz" schon imMünchner Rathaus in einer geheimen Sitzung gefüllt.Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid dazu: "Das Bier schmeckt, das geringeGewicht hat mich ehrlich gesagt irritiert - und beim Anstoßengibt es natürlich keinen Klang."
Sonntag, 16. Mai 2021
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