Auf US-Ferieninsel

Flüchtlingstransport hat polizeiliches Nachspiel

Ausland
20.09.2022 15:49

Der unangekündigte Flug, der Flüchtlinge auf die US-Ferieninsel Martha‘s Vineyard gebracht hat, hat nun ein polizeiliches Nachspiel. Ein texanischer Sheriff kündigte eine Untersuchung des Falls an. Es könnte gegen Gesetze verstoßen worden sein, sagte er am Montag (Ortszeit).

„Wir glauben, dass hier einige kriminelle Aktivitäten im Spiel sind. Ich glaube, dass jemand von außerhalb unseres Staates kam und auf diese Menschen Jagd machte und sie mit Versprechungen eines besseren Lebens lockte“, sagte der demokratische Polizeichef von Bexar County, Javier Salazar. Gegen welche Gesetze möglicherweise verstoßen worden sei, erwähnte er dabei nicht. Konkret sollen 48 Flüchtlinge zu einem mehrtägigen Aufenthalt in einem Hotel gelockt worden sein.

Tatsächlich wurden sie vergangene Woche unangekündigt per Flugzeug auf die Insel Martha‘s Vineyard im Bundesstaat Massachusetts gebracht, die als nobler Ferienort bekannt ist. Sie waren vom US-Bundesstaat Texas aus über Florida auf die Insel geflogen worden. Floridas republikanischer Gouverneur Ron DeSantis, der für den Transport verantwortlich zeichnet, behauptete, dass die Flüchtlinge ausgewählt worden seien, weil sie eigentlich von Texas aus nach Florida hätten kommen wollen. In US-Medien, dass etliche Menschen nicht gewusst hätten, wohin sie eigentlich gebracht würden.

Kritik: Politische Kampagne
Der Polizeichef von Bexar County sprach von einer „politischen Kampagne, während der die Dinge aus dem Ruder laufen können.“ Es sei beunruhigend, wenn mit dem Leben von Menschen gespielt werde. Zuvor hatte die US-Regierung DeSantis bereits scharf kritisiert. Der Gouverneur wiederum hatte angekündigt, dass es weitere Aktionen zum Transport von Flüchtlingen geben solle. 

Andere republikanische Gouverneure hatten zuletzt ebenfalls Flüchtlinge in demokratisch geprägte Regionen des Landes bringen lassen. Sie sind mit der Migrationspolitik unter dem demokratischen US-Präsidenten Joe Biden nicht einverstanden.

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