Mi, 15. August 2018

Zittern an Märkten

08.08.2011 22:22

Börsen weltweit auf rasanter Talfahrt - ATX verliert 6%

Die Angst vor einem "schwarzen Montag" an den Aktienmärkten ging um. Zwar kam es nicht ganz so schlimm, aber viele Börsen rutschten kräftig ins Minus. In Wien stürzte der ATX um 138,37 Punkte (6,11 Prozent) auf 2.127,98 Zähler ab und befindet sich somit schon in einer neun Tage andauernden Verlustserie. Der Dow Jones Industrial verlor über 600 Punkte und ging am Montagabend unter 11.000 Punkten aus dem Handel - dem tiefsten Schlussstand seit dem 4. Oktober 2010.

Die Schuldenkrise in Europa und den USA hat rund um den Globus die Börsen auf Talfahrt geschickt. Der DAX verlor am Montag fünf Prozent, Verluste gab es auch im übrigen Europa und in Asien. Aus Angst vor einer weiteren Eskalation setzte der Goldpreis zu einer rasanten Rekordjagd an, während der Ölpreis kräftig fiel. Die Lage an den europäischen Anleihemärkten hellte sich hingegen deutlich auf.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Freitag nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass sie die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft habe. Das hatte am Wochenende die Sorge vor einem Börsen-Crash am Montag genährt. Dagegen hatten sich aber Politik und Europäische Zentralbank mit ihrem Krisenmanagement stemmen wollen.

EZB stützt Italien und Spanien
Die EZB hatte am Sonntagabend signalisiert, dass sie nun auch Staatsanleihen der großen Euroländer Italien und Spanien kaufen wolle. Daraufhin fielen am Montag die Renditen zehnjähriger italienischer und spanischer Anleihen kräftig. Die Refinanzierung wird somit für Rom und Madrid wieder günstiger.

"Die Reaktion an den Märkten ist ein Hinweis dafür, dass die EZB bereits Anleihen kauft", sagte Commerzbank-Ökonom Michael Schubert in Frankfurt. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat die Sparbemühungen Italiens und Spaniens gelobt. "Diese Entscheidungen werden zur finanziellen Stabilität in der Eurozone beitragen", sagte Van Rompuy am Montag in Brüssel.

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