Neue Gaslieferanten
Serbien löst sich aus russischer Abhängigkeit
Serbien setzt derzeit alles daran, die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren und neue Gas-Lieferanten zu bekommen. Grund: Derzeit ist das Land zu 100 Prozent vom russischen Gas abhängig.
Aktuell gibt es einen Kontrakt über zwei Milliarden Kubikmeter Gas. Allerdings braucht Serbien bis zum Ende der Heizsaison 3,5 Milliarden Kubikmeter, so die serbische Vizepremierministerin sowie Ministerin für Energie und Bergbau Zorana Mihajlovic.
„Wir verhängten keine Sanktionen gegen Russland, stimmten aber für die Human Declaration. Es ist das Hauptproblem, dass wir (beim Gasbezug, Anm.) nicht diversifiziert haben“, so die Vizepremierministerin. „Es wird daher sehr schwierig sein, wie für jeden Energieminister“.
Es wird daher sehr schwierig sein, wie für jeden Energieminister.
Zorana Mihajlovic
„Werden zwei Milliarden Euro für Gas ausgeben"
Serbien hat einen Erdgas-Speicher mit 500 Millionen Kubikmeter Kapazität geleast. In Serbien hält der Staat 49 Prozent an einem Speicher, 51 Prozent gehören der russischen Gazprom. Dort hat Serbien 280 Millionen Kubikmeter. „Wir werden zwei Milliarden Euro für Gas ausgeben“, sagt Mihaijlovic. Weitere zwei Milliarden könnten es für Strom sein.
Ab September nächsten Jahres sollen bis zu 40 Prozent des Gases von außerhalb Russlands kommen. In zwei Jahren soll eine Leitung nach Nord-Mazedonien fertig sein. Eine weitere Leitung nach Rumänien ist geplant.
Aber auch bei der Stromversorgung bedarf es einer Umstellung: Rund 70 Prozent der Stromproduktion entfallen auf alte Kohle-Kraftwerke mit entsprechendem Schadstoffausstoß. Hier müsse auf nachhaltige Energiegewinnung umgestellt werden, sagte die Vizepremierministerin.














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