In der Krisen-Skischaukel Gaißau-Hintersee steht offenbar die nächste Pleite bevor: Schon heute, Donnerstag, könnte der Notgeschäftsführer einen Insolvenzantrag stellen.
Der Neustart in der krisengebeutelten Skischaukel Gaißau-Hintersee ist wohl gescheitert. Schon heute, Donnerstag, könnte der kürzlich bestellte Notgeschäftsführer Stephan Gappmaier einen Insolvenz-Antrag für die Eibl Holding GmbH stellen, der die Liftgesellschaft gehört.
Alles deute drauf hin, dass es zu diesem Schritt kommen werde, sagt der Anwalt am Mittwochnachmittag der „Krone“. „Wir schauen, ob noch etwas passiert“, berichtet Gappmaier. Sollte dem nicht der Fall sein, werde er „wahrscheinlich“ heute, Donnerstag, den Antrag am Landesgericht Salzburg einbringen.
Gappmaier habe sich seit seiner Bestellung am 18. August einen Überblick über die finanziellen Verhältnisse der Holding verschafft – wie berichtet, erwirkte ein Gläubiger die Bestellung; die Gesellschaft hatte seit Juni keinen Geschäftsführer mehr.
Angesichts der angehäuften Bank-Verbindlichkeiten, der Forderungen von ehemaligen Geschäftspartnern und etwa auch Mitarbeitern dürfte eine Insolvenz wohl unausweichlich sein.
Im Krisen-Skigebiet in der Osterhorngruppe ist es nicht die erste Pleite: 2017 schickte der chinesische Investor Zhonghui Wang die damalige Betreibergesellschaft in die Insolvenz. 2019 stellten Grundeigentümer einen Insolvenzantrag wegen ausstehender Pachtzahlungen.
Liftabbauantrag wurde nicht zurückgezogen
Krispls Ortschef Andreas Ploner (ÖVP) hofft, dass das Skigebiet weiter besteht. „Wir wünschen uns sehr, dass es weitergeht“, sagt der Bürgermeister. Zu der Pleite und einer Rettungsaktion, an der die Gemeinden im Hintergrund seit Monaten arbeiten (wir berichteten), könne er nichts sagen.
Der von der Ex-Betreiberfamilie beantragte Liftabbauantrag wurde übrigens nicht zurückgezogen. „Der Antrag ist aufrecht, er wurde nicht zurückgenommen“, heißt es aus dem Büro des zuständigen Landesrates Stefan Schnöll (ÖVP).









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