Nach den peinlichen Auftritten der beiden Vorarlberger Bundesligisten Austria Lustenau (0:2 bei Ostligist Wiener Sportclub) und SCR Altach (0:3 bei der Admira) liegt es nun an Zweitligist FC Dornbirn und Eliteliga-Spitzenreiter SW Bregenz, die Vorarlberger Fußball-Ehre im ÖFB-Cup zu retten.
Am Dienstagabend kamen die Fans der Vorarlberger Bundesligisten Austria Lustenau und SCR Altach nicht mehr aus dem Kopfschütteln heraus. Die Rheindörfler, die zuletzt auch in der Liga schwer in Schieflage geraten waren und seit dem vergangenen Wochenende Inhaber der „Roten Laterne“ sind, gingen bei Zweitligist Admira sang- und klanglos unter. Die eigentlich gut gestarteten Lustenauer erlebten beim Wiener Sportclub einmal mehr einen Horrorabend - und zogen, wie bereits in den Jahren 2006 und 2014, im Cup gegen die Dornbacher den Kürzeren.
Damit die dritte Runde im ÖFB-Cup nicht komplett ohne Vorarlberger Beteiligung stattfindet, müssen heute der FC Dornbirn und SW Bregenz in die Bresche springen. Deren Aufgaben sind allerdings alles andere als einfach zu lösen. Denn beide bekommen es mit Bundesliga-Klubs zu tun.
Bei den Dornbirner war die Freude schon groß, als sie in dieser Saison endlich die zweite Runde im ÖFB-Cup erreichten. Noch größer wurde sie, als klar war, dass man auf Bundesligist TSV Hartberg treffen würde, mit nachträglich zugesprochenem Heimrecht. „Das ist natürlich etwas Besonderes, so ein Gegner daheim“, meint Sportchef Eric Orie, „und es kann schon ein Faktor sein. Wenn wir lange die Null halten können - wie zuletzt in der Liga - ist im Cup nichts unmöglich.“
Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum letzten Liga-Duell gegen die Vienna kann es geben, sagt Orie, viel Spielraum sei aber ohnehin nicht. „Vielleicht wird ein wenig rotiert, am Samstag haben wir auch wieder ein wichtiges Spiel. Aber unser Kader ist begrenzt, viele Optionen wird es nicht geben.“ Was aber nicht heißt, dass die Dornbirner das Duell mit den Hartbergern auf die leichte Schulter nehmen, das Gegenteil ist der Fall. „Wenn die Motivation gegen so einen Gegner nicht hoch ist, kenne ich mich auch nicht aus“, stellt der Rothosen-Sportchef klar, „wir können ohne Druck agieren - vielleicht ist das Toreschießen im Cup einfacher.“
Als krasser Außenseiter geht jedenfalls der Tabellenführer der Eliteliga Vorarlberg, Schwarz-Weiß Bregenz, ins Duell mit Austria Klagenfurt. Die Kärntner sind in dieser ÖFB-Cup-Saison schon zum zweiten Mal im Ländle zu Gast. Nach dem 8:1-Sieg bei Admira Dornbirn nun eben in Bregenz. „Das ist Lospech“, ätzen die Kärntner und das, obwohl sie Favorit sind.
„Wir werden sicher nicht ins offene Messer laufen und versuchen, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben“, sagt Bregenz-Coach Roman Ellensohn. Die SW-Erfolgsserie in der Eliteliga riss erst am Wochenende nach acht Siegen in Folge. Apropos Klagenfurt-Reisen ins Ländle: In der Bundesliga müssen die Kärntner mindestens noch zweimal ins Ländle reisen.
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