Ein Synonym für politischen Wirbel heißt offenbar Isabella Theuermann. Seit sie im Kärntner Wolfsberg als Stadträtin für die FPÖ ins Rathaus eingezogen ist, fliegen dort regelmäßig die Fetzen.
„Krone“: Frau Theuermann, Sie haben bei der Gemeinderatswahl Ihre Ziele klar verfehlt. Ist Ihr aktueller politischer Stil ein Ausdruck der Enttäuschung?
Isabella Theuermann: Nein, er ist Ausdruck meiner Verpflichtung gegenüber meinen Wählern. Sie erwarten sich eine transparente Politik. Und die kriegen sie auch. Immerhin habe ich schon einiges aufgedeckt.
Was denn zum Beispiel?
Da wäre unter anderem die Betriebsansiedelung von k-industries. Davon hätten nur der Grundverkäufer und der Betrieb profitiert.
Und was ist mit den Einnahmen, die der Stadt dadurch entgangen sind?
Da ging’s nur um die Verschiebung der Firma von einer Gemeinde in die andere. Nicht einmal die Anrainer waren informiert.
Ihre beharrliche Opposition hat Ihnen mittlerweile den Beinamen „weiblicher Kickl“ eingebracht. Nicht gerade schmeichelhaft ...
Die meisten Beschlüsse im Gemeinderat erfolgen einstimmig. Wenn es aber Ungereimtheiten gibt, dann muss man darüber diskutieren. Das kann man von unseren Anträgen wiederum nicht behaupten. Die werden pauschal niedergestimmt. Und was den Vergleich mit unserem Bundesparteiobmann betrifft, will ich dazu nur eines sagen: Kickl ist Kickl, Theuermann ist und bleibt Theuermann!
Klingt da etwa Wehleidigkeit durch? Fühlen Sie sich als Frau benachteiligt?
Wer sich für die Politik entschieden hat, muss auch einiges aushalten können. Grundsätzlich bin ich aber schon der Ansicht, dass die Politik frauen- und familienfreundlicher gemacht werden sollte.
In Ihrer Partei, deren Landesparteisekretärin Sie ja sind, werden Frauen auch nicht gerade bevorzugt behandelt.
Das ist leider richtig. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich das bei den kommenden Landtagswahlen ändern könnte. Da setze ich ganz auf unseren Landesparteiobmann Erwin Angerer.
Es heißt, Sie kokettieren mit einem Landtagsmandat. Wollen Sie tatsächlich zur Wahl antreten?
Ich will mich auf jeden Fall bewerben. Ob ich als Kandidatin nominiert werde, müssen aber letztlich die Gremien entscheiden.
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