Papier 1880 erstellt

Vertrag aus Kaiserzeit als Hürde bei Theater-Kauf

Oberösterreich
04.08.2022 17:00

Der Bad Ischler Sondergemeinderat berät am 4. August über Zukunft des Gebäudes. Ein Papier aus 1880 heizt Debatte an.

Auch das noch! Am Donnerstag, 4. August, stimmt der Bad Ischler Gemeinderat über den Kauf der Lehárs-Theaters ab, doch im Vorfeld der Sitzung tauchte ein Vertrag 1880 auf, der die aufgeheizte Stimmung weiter befeuern wird. Es geht um ein Servitut, das dem Hotel Post zur Gratis-Lagerung von Brennholz im Erdgeschoß eingeräumt wurde. Als Rechtsnachfolger sind 88 Anteilseigner Begünstigte.

Stadtchefin bleibt gelassen
SP-Stadtchefin Ines Schiller sieht keine große Hürde: „Weil dieses Recht 30 Jahre nicht genutzt wurde, ist es erloschen.“ Die Liste Zukunft Ischl will mehr: „Wenn aufs Servitut verzichtet wird, sollte es möglich sein, von den Anteilseignern eine einvernehmliche Auflösung zu bekommen.“

Kritik an GmbH-Gründung 
Ohne Zustimmung wäre eine Wertminderung gegeben und der Preis von 700.000 Euro fürs Theater müsste neu verhandelt werden. Strittig sind weiters die Kosten für die notwendige Sanierung sowie die Gründung einer „Theater-GmbH“, die Schiller als einzige Möglichkeit sieht. Die Liste warnt: „Der Stadt droht der Verlust des Mitspracherechts .“

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