2021 wurde in Radstadt das Seniorenheim an einen Betreiber ausgelagert, nun will die Gemeinde wieder selbst ans Ruder. Beschwerden über Zustände hätten sich gehäuft. Auf der Gemeinde-Website wird bereits nach Personal gesucht.
Eine Stellenausschreibung auf der Webseite der Gemeinde Radstadt sticht ins Auge: „Wir starten neu durch und suchen genau dich.“ Heimleitung, Pflegekräfte, Küchenhilfe – Radstadts Bürgermeister Christian Pewny (FPÖ) sucht persönlich. Der Hintergrund: Das Seniorenheim in Radstadt soll von Betreiber „Senecura“ wieder zurückgeholt werden. So hat es die Gemeindevertretung von Radstadt jüngst einstimmig beschlossen.
Immer wieder Beschwerden
2021 wurde der Betrieb ausgelagert, Pewny selbst stand dahinter. Der „Krone“ sagte er damals, dass das Heim eine gute Führung brauche. Die Pongauer Gemeinden Radstadt, Untertauern und Forstau übergaben ihre Aufgaben an „Senecura“. Trotz geäußerter Bedenken der Bewohner und Angehöriger. In den letzten eineinhalb Jahren gab es immer wieder Beschwerden über die Bedingungen im Heim. Anschuldigungen von Betroffenen liegen der „Krone“ vor.
Auch Christian Pewny musste den Fehler einsehen. „Unser Ziel ist, dass bis Jahresende alles geklärt ist und wir das nötige Personal zusammen haben“, so der Ortschef. Der Bürgermeister hofft auf eine rasche Lösung für Heim und Bewohner. Sorgen macht ihm jedoch der allgemeine Mangel an Pflegepersonal. Kommenden Montag treffen sich die drei Gemeinden und „Senecura“ zum ersten offiziellen Termin. Geht alles nach Plan, ist mit Jahresende der Gemeindeverband wieder der Betreiber.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.