
Wenige Tage nach Dieter Wedel ist nun auch die Witwe des ehemaligen deutschen Regisseurs gestorben. Einem Medienbericht zufolge konnte Uschi Wolters der Einäscherung ihres verstorbenen Ehemannes am Donnerstag gar nicht mehr beiwohnen.
13 Tage nach dem Tod Wedels, der 82 Jahre alt geworden war, folgte ihm Wolters (74), wie bild.de berichtet. Die beiden seien zuletzt gemeinsam im Krankenhaus gewesen. Wedel habe an einem Magentumor gelitten. Um sich voneinander verabschieden zu können, sei Wolters sogar in das Zimmer ihres Ehemannes verlegt worden.
Vergewaltigungsvorwürfe überschatten Lebenswerk
Wedel zählte zu den erfolgreichsten deutschen Filmemachern. Mit seinen Mehrteilern begeisterte er ein Millionen-Publikum und schrieb Fernsehgeschichte. Wedel, über dessen Geburtsdatum es widersprüchliche Angaben gibt und der bei seinem Tod wohl um die 80 Jahre alt war, startete vor allem in den 1990er-Jahren durch. Ein Erfolg jagte den nächsten: „Der große Bellheim“ (1993), „Der Schattenmann“ (1996), „Der König von St. Pauli“ (1998) und „Die Affäre Semmeling“ (2002). Wenn der Geschichten-Erzähler sein neuestes Werk herausbrachte, sprach man mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Neugier vom „neuen Wedel“.
Sein Lebenswerk wurde aber zuletzt von Vergewaltigungsvorwürfen überschattet. Die Staatsanwaltschaft München hatte Wedel schon im März vergangenen Jahres wegen eines Vorwurfs aus dem Jahr 1996 angeklagt. Die Schauspielerin Jany Tempel gibt an, Wedel habe sie damals in einem Münchner Luxushotel vergewaltigt - ein Vorwurf, dem Wedel widersprach. Das Verfahren wurde nach dem Ableben des Regisseurs eingestellt.















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