22.07.2022 08:38 |

Durch Vakzin ausgelöst

USA: Erster Fall von Kinderlähmung seit 2013

Erstmals seit fast einem Jahrzehnt ist in den USA wieder eine Infektion mit Polio (Kinderlähmung) nachgewiesen worden. Wie die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates New York am Donnerstag mitteilte, ist ein nicht geimpfter Bewohner des Bezirks Rockaway an Polio erkrankt.

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Eine erste Sequenzierung deute darauf hin, dass die Übertragung von einem Menschen ausgegangen sei, der mit dem oralen Polio-Impfstoff geimpft worden war, der abgeschwächte Lebendviren enthält. Ein solches Vakzin ist in den USA nicht mehr zugelassen. Daher stamme der Erreger möglicherweise von einem Ort außerhalb des Landes, so die US-Gesundheitsbehörde.

Bei Polio wird zwischen Wildtypen und von Impfstoffen abgeleiteten Viren unterschieden. Polio-Wildviren sind nach Angaben der Globalen Initiative zur Ausrottung von Polio in diesem Jahr bisher nur in Pakistan, Afghanistan und Mosambik aufgetreten. Fälle in mehreren Ländern können aber durch Viren aus Lebendimpfstoffen verursacht werden. In den USA und anderen westlichen Ländern wird deshalb nur noch inaktiver Polio-Impfstoff verwendet.

Polio gilt in den USA seit 1979 ausgerottet
Medienberichten zufolge gilt Polio in den USA seit 1979 als ausgerottet. Der letzte bekannt gewordene Fall einer nachgewiesenen Infektion sei in den Vereinigten Staaten im Jahr 2013 aufgetreten. Bei einem Baby, das ein sehr schwaches Immunsystem hatte, wie es heißt.

Kann dauerhafte Lähmungen hervorrufen
Polio - auch bekannt als Kinderlähmung - ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die Lähmungen auslösen und zum Tod führen kann. Vor allem bei Kleinkindern kann es dauerhafte Lähmungen hervorrufen.

Verbreitet wird das hoch ansteckende Virus oft über verunreinigtes Wasser. Eine Heilung für Polio gibt es bisher nicht, bezwungen wurde der Erreger mit flächendeckenden Impfungen.

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