Seit 2010 sind 18.000 landwirtschaftliche Betriebe verschwunden, Flächen wurden aber übernommen. Im Vorjahr stieg das Einkommen leicht.
Knapp 155.000 Land- und Forstbetriebe sorgen für unsere sichere Lebensmittelversorgung. Seit 2010 ist die Zahl der Höfe jedoch um 11 Prozent oder 18.000 gesunken, so eine neue Erhebung der Statistik Austria. Damit ist der jahrzehntelange Strukturwandel weitergegangen, allerdings abgeschwächt, meint Landwirtschaftminister Norbert Totschnig: „Das zeigt, dass agrarpolitische Maßnahmen wie Bio-, Umwelt- und Bergbauernförderung greifen.“ So werden bereits 22 Prozent der Fläche bzw. 26 Prozent der Höfe biologisch bewirtschaftet. Rekordhalter ist Salzburg mit 52 Prozent Bio-Fläche.
Betriebe wurden größer
Gleichzeitig wurden die Betriebe (35 Prozent sind von Frauen geführt) wettbewerbsfähiger, denn die durchschnittliche Größe pro Hof hat im letzten Jahrzehnt um ein gutes Viertel auf 23,6 Hektar zugelegt. Großteils wurden die stillgelegten Landwirtschaften also von Nachbarn übernommen. Unterm Strich ging die agrarische Nutzfläche um sechs Prozent auf 6,9 Millionen Hektar zurück. Doch auch unsere größeren Höfe sind im Vergleich Zwerge. Ein deutscher Bauer hat im Schnitt 63 Hektar, ein Däne sogar 75 Hektar zum Anbau.
Immerhin konnten die Landwirte 2021 dank höherer Produktpreise nach mageren Jahren ihren Nettogewinn um sechs Prozent auf 2,1 Milliarden Euro heben. Der Produktionswert kletterte um elf Prozent auf 8,5 Milliarden Euro.


















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