Weil in der Kärnten Werbung ein halbes Jahr Stillstand droht, wollen Touristiker zügigen Wandel von Kresse zu Ehrenbrandtner.
Wer in der Schule in Geschichte aufgepasst hat, der kennt das Interregnum, die „schreckliche kaiserlose Zeit“. Damit ist der Übergang von den Staufern zu den Habsburgern Mitte des 13. Jahrhunderts gemeint.
Antritt erst im Jänner
Die Kärnten Werbung steuert jetzt auf sechs Monate Interregnum zu – kein idealer Zustand. Da ist einerseits Christian Kresse, dessen Geschäftsführer-Vertrag nicht mehr verlängert wurde. In den USA nennt man Präsidenten, die noch im Amt sind, aber eine Wahl bereits verloren haben, „lame duck“ – Übersetzung überflüssig.
Andererseits gibt es da den neu bestellten Geschäftsführer Klaus Ehrenbrandtner, der den Job offiziell aber erst am 18. Jänner nach Ablauf von Kresses Vertrag antreten kann. Wen wundert’s, wenn sich da die Stimmen mehren, die einen rascheren Übergang fordern.
Es braucht einen zügigen Neubeginn. Ich kenne Ehrenbrandtner seit 20 Jahren, er ist eine sehr gute Wahl.
Sigi Neuschitzer, Oberkärntner Touristiker und ORF-Stiftungsrat
Für den Oberkärntner Touristiker und ORF-Stiftungsrat Sigi Neuschitzer wäre ein früherer Wechsel im Chefsessel der Kärnten Werbung begrüßenswert: „Für den Tourismus, für die Regionen, für die Betriebe und für die Mitarbeiter.“
Früherer Wechsel nur von Kresse selbst möglich
Das wiederum hängt von einer einzigen Person ab, nämlich von Kresse. Martin Payer, Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung und entscheidend bei der Ablöse Kresses: „Ein früherer Wechsel muss von Kresse selbst kommen, sonst geht das nicht.“ Es würden ja sonst doppelte Kosten anlaufen und das sähe der Landesrechnungshof zu Recht nicht wahnsinnig gerne.
Payer und Ehrenbrandtner werden sich diese Woche übrigens noch treffen und den Vertrag, der bereits fertig ausverhandelt ist, unterschreiben. Zu den pekuniären Details und anderen Eckpunkten des Vertrages will Payer nichts sagen. Aus der Tourismus- und Politikszene sickert aber durch, dass der neue und international anerkannte Tourismuschef unter dem Strich billiger komme als Kresse bisher.
Dessen Geschäftsführer-Gage ist nämlich ungewöhnlicherweise an den Verbraucherpreisindex gebunden und zuletzt dementsprechend gestiegen.















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