Wochenlang war die SPÖ-Krise dominierendes innenpolitisches Thema, jetzt aber gibt es plötzlich ein anderes Rauschen im Blätterwald: „Klarerweise bin ich links, das ist der Fortschritt“ lautet etwa die Schlagzeile in der Presse über Marterbauers Ideen. Oder im Kurier macht er kein Hehl aus seiner Position: „Ich bin gerne links“ verkündet er.
Seht her, ich bin ein wirklich linker Ökonom, lautet die Botschaft. Beifällig nicken auch etliche Unternehmer und Wirtschaftstreibende. „Der ist wenigstens ehrlich“ streuen sie ihm Rosen. Das mit der Wahrheitsliebe ist auch tatsächlich so: Marterbauer hat in seinen vielen Jahren als Ökonom in der Arbeiterkammer stets den direkten Weg gesucht.
Er verhehlt auch nicht, was er anpeilt: Eine Vermögenssteuer und auch eine Erbschaftssteuer, ja, das wäre ganz nach seinem Geschmack, wäre da nicht das Regierungsabkommen, das derzeit so etwas verhindert.
Auch eine Millionärssteuer, ja, der könnte man was abgewinnen, Genosse Babler sieht das ja genauso.
Hmm, vielleicht halten jetzt einige der bürgerlichen Claqueure des amtierenden Finanzministers inne: Ist er ein Politiker, dem man Erfolg wünschen soll? Was er präsentiert, ist kein Überraschungs-Ei, sondern knallharte linke, gesellschaftsverändernde Politik.
Ich wünsche ihm beim Kampf um seine Gesundheit wirklich das Allerbeste, aber reicher hat eine stramme linke Politik die Leute noch nie gemacht.
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