Radioaktiver Unfall

Patient verstrahlt: Klinikum probt den Ernstfall

Kärnten
16.10.2026 05:00

Ein Arbeitsunfall mit schwerwiegenden, radioaktiven Folgen – so das Ausgangsszenario einer jüngsten Großübung, die im Klinikum Klagenfurt über die Bühne gegangen ist.

Ein nuklearer oder radiologischer Notfall in Kärnten – ein Szenario, das sich niemand ausmalen möchte. Um dennoch für einen derartigen Ernstfall gerüstet zu sein, wird in regelmäßigen Abständen im Klinikum Klagenfurt geübt. Denn als drittgrößtes Krankenhaus Österreichs steht die Klinik als offizielles Schwerpunktkrankenhaus Kärntens im Rahmen des Strahlenschutz-Notfallsystems an vorderster Front.

Bei der jüngsten Großübung unter realen Bedingungen drehte sich alles um einen Patienten, der – so die Annahme – in einen folgenschweren Arbeitsunfall verwickelt war. Und dabei radioaktiv kontaminiert wurde. Eine Ausgangslage, die eine ganz spezielle, aufwändige Rettungskette erfordert.

Stunden nach der Strahlenschutzübung stand im Klinikum ein echter Brandeinsatz auf dem Programm.
Stunden nach der Strahlenschutzübung stand im Klinikum ein echter Brandeinsatz auf dem Programm.(Bild: Berufsfeuerwehr Klagenfurt)

„Gemeinsam mit dem Roten Kreuz und der Betriebsfeuerwehr haben wir den Transport, die Übernahme, die Dekontamination sowie die weitere Versorgung des verstrahlten Patienten geprobt“, berichtet die Kabeg. Mit dem Ablauf der Übung sei man sehr zufrieden gewesen.

Einsatzkräfte kämpften sich durch dichten Rauch
Nur Stunden später wurde es aber ernst: Aufgrund eines Schwelbrandes in einer Lüftungsanlage mussten die Betriebsfeuerwehr und die Berufsfeuerwehr kurz nach Mitternacht in ein leer stehendes Klinik-Gebäude ausrücken. „Der Brand war rasch gelöscht, die Rauchentwicklung aber enorm“, so Einsatzleiter Wolfgang Germ.

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