Athleten auf Abwegen

Vier Spitzensportler mit der Liebe zum Fußball

Sport-Mix
16.10.2026 06:30

Die „Tiroler Krone“ hat vier außergewöhnliche Sportlerinnen und Sportler getroffen, die ihre Leidenschaft gleich in mehreren Disziplinen leben. Auf den Fußballplätzen des Tiroler Unterhauses beweisen sie, dass sich Spitzensport und die Liebe zum runden Leder nicht ausschließen.

Die Vorarlberger Maschine

Kilian Gütl wurde 2023 Juniorenweltmeister im Mixed-Team in der Nordischen Kombination.
Kilian Gütl wurde 2023 Juniorenweltmeister im Mixed-Team in der Nordischen Kombination.(Bild: kilianguetl)

Einer von ihnen ist Kilian Gütl vom FC Zirl (2. Landesliga West). Der 22-Jährige galt bis zur vergangenen Saison als große Hoffnung in der Nordischen Kombination. Doch inzwischen hat der gebürtige Vorarlberger seine Karriere als aktiver Kombinierer beendet. „Ich habe es schon länger nicht mehr so gefühlt“, erzählt der Juniorenweltmeister von 2023 im Mixed-Team-Bewerb. Zum Studium der Wirtschaftswissenschaften zog es Gütl nach Innsbruck. Über einen ehemaligen Schulkollegen aus seiner Zeit am Skigymnasium Stams wurde er schließlich auf den FC Zirl aufmerksam. Die Lust auf Fußball war schnell wieder geweckt. „Ich wollte einfach wieder kicken – und das hat in Zirl mit dem Team gleich super gepasst“, erzählt Gütl. Auch sein Trainer Faik Kurt ist von seinem Neuzugang begeistert: „Der ist einfach eine brutale Maschine und hat einen guten Schuss.“ 

Ganz vom Wintersport verabschiedet hat sich die „Maschine“ nicht. Gütl bleibt der Nordischen Kombination als Servicemann für Fischer-Ski erhalten. „Das lässt sich perfekt mit dem Studium vereinen und ich kann im Weltcup dabei sein“, freut er sich auf seine neue Aufgabe.

Der Streif-Bezwinger

Nicolas Hofer war Vorläufer im Skiweltcup und trifft jetzt für den FC Oberndorf.
Nicolas Hofer war Vorläufer im Skiweltcup und trifft jetzt für den FC Oberndorf.(Bild: hofer_nicolas)

Einen guten Schuss und einen ausgeprägten Torinstinkt hat auch Nicolas Hofer vom FC Oberndorf. Mit 21 Treffern in nur acht Ligaspielen mischt der 23-Jährige die Tiroler Torschützenliste kräftig auf. Aktuell liegt er damit auf Platz zwei – hinter seinem Teamkollegen Sebastian Bachler, der bereits 27-mal getroffen hat. Das Erfolgsgeheimnis? Für Hofer ist die Antwort klar: „Das ist Teamleistung, wir sind alle gut befreundet, dann klappt das.“ Doch der Unterländer ist nicht nur ein treffsicherer Stürmer. Bevor er im Fußball für Furore sorgte, war er als alpiner Skirennfahrer aktiv und durfte als Vorläufer beim Weltcup in Kitzbühel sogar die legendäre Streif hinunterfahren. Inzwischen hat Hofer dem alpinen Skisport den Rücken gekehrt und sich dem Skicross verschrieben. „Das taugt mir richtig gut. Im Dezember geht’s nach Schweden, wo ich Europacup-Rennen bestreiten soll“, erzählt der aktuell zweitbeste Torschütze Tirols.

Die Phyisotherapeutin zwischen Weltcup und Bundesliga

Magdalena Fritz (l.) fuhr nach dem Training am Gletscher zum Training bei Wacker.
Magdalena Fritz (l.) fuhr nach dem Training am Gletscher zum Training bei Wacker.(Bild: magdalenafritz28)

Von der Skipiste auf den Fußballplatz und sogar bis in die Bundesliga: Magdalena Fritz kennt gleich mehrere sportliche Bühnen. Die 22-Jährige kann sowohl auf Weltcup-Einsätze im Skicross als auch auf Spiele in der Frauen-Bundesliga zurückblicen. 2024 beendete sie ihre Wintersportkarriere verletzungsbedingt. Heute kickt sie nach ihren Einsätzen für Wacker beim SK Wilten in der Tirol Liga. Ganz ohne Wehmut blickt sie nicht auf ihre frühere Karriere zurück. „Manchmal, wenn ich sehe, wie die Mädels unterwegs sind, mit denen ich Ski gefahren bin oder Fußball gespielt habe, denkt man sich schon das wäre cool. Dafür kann ich heute machen, was ich will“, erzählt die angehende Physiotherapeutin.

Der Kapitän am Court

Schnelle Beine beweist Dennis Acheampong (r.) nicht nur beim Basketball.
Schnelle Beine beweist Dennis Acheampong (r.) nicht nur beim Basketball.(Bild: Christof Birbaumer)

Dennis Acheampong ist Kapitän der Swarco Raiders in der Basketball-Zweitliga und kickt nebenbei bei den Young Lions Hall (1. Gebietsliga Mitte-West). „Dennis sagte, dass er sich gerne fit halten möchte“, erzählt sein Fußballtrainer Andre Kircher. Aufgrund seiner Basketball-Verpflichtungen kam Acheampong nur dreimal für die Junglöwen zum Einsatz – dabei gelang ihm ein Tor. „Diese Spiele haben wir gleich am Anfang der Saison gezogen, weil er unglaublich athletisch und schnell ist“, schwärmt Kircher.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

KMM
Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung