Entsetzen in den USA
Bursch tötet in Volksschule drei Kinder und Lehrer
Ein jugendlicher Schütze hat am Donnerstag an einer Volksschule im US-Bundesstaat Oregon drei Kinder und eine Lehrkraft getötet. Der Angreifer wurde von einem Augenzeugen verfolgt und erschossen. Die getöteten Kinder waren fünf, acht und elf Jahre alt.
Ein sieben Jahre altes Kind und eine 54-jährige Lehrkraft der Silver Rail Elementary School in Bend seien zudem mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Chef der örtlichen Polizei, Mike Krantz.
Angreifer bei Eintreffen der Polizei bereits tot
Der Täter stamme aus der Stadt, sagte er. Weitere Details wollte er nicht nennen. Ein Passant habe gesehen, wie der Angreifer die Schule betrat, ihn verfolgt und schließlich erschossen. Als die Einsatzkräfte das Gebäude wenige Minuten nach dem Notruf betraten, sei der Täter bereits tot gewesen.
Der Täter soll bei dem Vorfall eine nicht näher spezifizierte Langwaffe benutzt und nach ersten Erkenntnissen alleine gehandelt haben. Er habe auf Türen geschossen und sich dadurch gewaltsam Zugang zur Schule verschafft. Ob der Täter selbst Schüler dort war und seine Opfer kannte, ist unklar.
Bilder aus Bend:








Im ersten Notruf bei der Polizei hatte nach deren Angaben ein Autofahrer berichtet, ein Schütze habe auf sein Fahrzeug gefeuert. Unmittelbar darauf meldeten sich demnach Dutzende weitere Anrufer und beschrieben, dass der Täter die Schule betreten und geschossen habe. Daraufhin rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus.
Entsetzte Reaktionen
Bend liegt im Zentrum Oregons, rund 280 Kilometer südöstlich von Portland, und hat etwa 100.000 Einwohner. Die Silver Rail Elementary School unterrichtet Kinder vom Kindergarten bis zur fünften Klasse, also etwa im Alter von fünf bis elf Jahren. Rund 450 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule, etwa 40 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.
Auch FBI ermittelt
Der Leiter des örtlichen Schulbezirks, Steven Cook, äußerte sich „fassungslos“ über die Gewalttat. Der Unterricht an allen Schulen im Schulbezirk wurde für Freitag abgesagt. FBI-Direktor Kash Patel erklärte, Bundesbeamte seien vor Ort und unterstützten die örtlichen Behörden.
In den USA gehört Schusswaffengewalt faktisch zum Alltag, die Opferzahlen gehen jedes Jahr in die Zehntausende. Pistolen und Waffen größerer Kaliber sind leicht zugänglich und millionenfach im Umlauf. Besonders folgenschwere Angriffe entfachen zwar immer wieder Debatten über eine Verschärfung des Waffenrechts – in der Regel bleiben diese aber folgenlos. Reformversuche scheitern letztlich meist am Widerstand der Waffenlobby und ihr wohlgesonnener Republikaner.
Laut einer Analyse des US-Senders CNN gab es in den Vereinigten Staaten im laufenden Jahr mindestens 52 Schusswaffenvorfälle an Schulen, bei denen mindestens 28 Menschen getötet und 48 weitere verletzt wurden.

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