Kritik an Grundverkauf

Freistädter Hotel nun ein Fall für Aufsichtsprüfer

Oberösterreich
06.07.2022 13:00

Laut der Freistädter Bürgerliste hat die Stadt das Areal für das künftige Hotel viel zu billig an den Investor verkauft.  Der Schaden soll 1,7 Millionen Euro ausmachen.

Bitter enttäuscht war die Freistädter Bürgerliste (Wiff) nach der Gemeideratssitzung. Den Antrag auf ein neues Gutachten zur Bewertung des Hotel-Deals lehnten alle anderen Fraktionen ab. „Obwohl beim Verkauf des Grundstückes bis zu 1,7 Millionen Euro Verlust für die Stadt entstehen werden“, schüttelt Wiff-Stadtrat Rainer Widmann den Kopf. Nun wird er den Fall dem Landesrechnungshof und der Aufsichtsbehörde übermitteln.

Areal soll kontaminiert gewesen sein
Seine Kritikpunkte: 2009 kaufte die Stadt die 9190 Quadratmeter um 1,6 Millionen Euro, veräußerte das Gelände um „nur“ 665.000 Euro. „Es wurden 250.000 Euro für eine angebliche Kontaminierung sowie Abbruchkosten für die Versteigerungshalle abgezogen. Diese besteht aber als Teil des Hotelkonzeptes als Markthalle weiter. Das Aushubmaterial liegt auf zwei Feldern und ist laut Amt unbedenklich“, so Widmann.

Kritik an Wirtschaftsförderung
Kein Verständnis hat er auch für die Übernahme der 175.000 Euro für die Kosten der Verkaufsverträge und 218.000 Euro Wirtschaftsförderung für den Investor. Stadtchef Christian Gratzl verweist auf mehrere Gutachten vor dem Deal: „Wir haben uns darauf verlassen und im guten Glauben gehandelt. Ein weiteres Gutachten haben wir nun abgelehnt, da nur unnötig Kosten entstehen würden.“

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