"News of the World"
Prinz William sprach Murdoch-Manager auf Skandal an
Wie die Londoner Zeitung "The Times" am Samstag berichtete, sprach Prinz William führende Vertreter von Rupert Murdochs Konzern persönlich auf den Abhörskandal an. Die Nummer zwei der britischen Thronfolge beklagte sich im Jänner während eines Essens mit Murdochs Sohn James und der früheren "News of the World"-Chefredakteurin Rebekah Brooks darüber, dass sich niemand bei ihm für das heimliche Abhören der Telefone seiner Berater entschuldigt habe. Beide hätten sich daraufhin bei dem Prinzen entschuldigt.
Die Abhörattacken auf Vertreter des Buckingham Palasts waren schon vor Jahren aufgeflogen. 2006 wurden deshalb ein Klatschreporter von "News of the World" sowie ein Privatdetektiv festgenommen und 2007 zu Haftstrafen verurteilt. Aber erst Anfang Juli kam heraus, dass Journalisten der zum Murdoch-Konzern gehörenden und inzwischen eingestellten Zeitung nicht nur Prominente abgehört und Polizisten bestochen, sondern auch Handy-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten sowie eines entführten Mädchens abgehört hatten. Brooks trat inzwischen als Chefin der Murdoch-Verlagsholding News International zurück.
Scotland Yard weitet Ermittlungen im Abhörskandal aus
Unterdessen weitet die Londoner Polizei die Ermittlungen aus. Ein neues Untersuchungsteam solle Vorwürfen nachgehen, dass die inzwischen eingestellte Zeitung nicht nur Handy-Mailboxen abhören, sondern auch Computer hacken ließ, teilte Scotland Yard am Freitag mit. Im Rahmen des Skandals ermitteln zwei Teams bereits zu den Vorwürfen der abgehörten Mailboxen sowie der Bestechung von Polizisten.
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