Unfassbarer Fall von Umweltfrevel im Tiroler Außerfern: Ein zunächst unbekannter Täter hatte entlang des Gebirgspasses Hahntennjoch 280 Kilogramm Müll über eine steile Böschung geworfen. Pech für den dreisten „Entsorger“: Zwischen all den Lampen, Bodenbelägen usw. konnten Hinweise auf den Verursacher entdeckt werden.
Bereits am Freitag war die Polizei darüber informiert worden, dass im Gemeindegebiet von Pfafflar an der Bschlaber Landesstraße bei der Auffahrt zum Hahntennjoch eine „erhebliche Menge Müll“ über die talseitige, steile Böschung in felsiges Gelände entsorgt wurde.
„Müllbergung“ mit Seilsicherung
„Der Müll wurde schließlich vom Gemeindearbeiter in Zusammenarbeit mit dem Waldaufseher geborgen. Die Bergung war nur unter erheblichem Aufwand und Verwendung einer Seilsicherung möglich“, heißt es vonseiten der Exekutive. Insgesamt handelte es sich um 280 Kilogramm Müll - darunter Bodenbeläge, Lampen und Altpapier.
Im Zuge einer aufwendigen Sichtung konnten im Müll Hinweise auf einen möglichen Verursacher entdeckt werden.
Die Ermittler
Gesamten Müll durchforstet
Mühsam wurde daraufhin von Gemeindebediensteten und von der Polizei der gesamte Müll durchwühlt, um eventuell Hinweise auf den Verursacher zu finden. Und es wurden tatsächlich welche gefunden! „Am Montag wurde schließlich ein 24-jähriger Einheimischer ausgeforscht. Im Zuge einer Befragung räumte der Verdächtige ein, den Müll bereits am 26. Mai an dieser Stelle entsorgt zu haben“, so die Ermittler.
Der mutmaßliche Täter wird wegen Übertretung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz an die zuständige Behörde angezeigt.
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