Ständiges Hin und Her

Grünland-Umwidmung zieht sich schon fünf Jahre hin

Für tiefe Gräben sorgt in Scharnstein ein 2017 begonnenes Widmungsverfahren von Grün- in Bauland. Ein Ende scheint in weiter Ferne.

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Wenn nötig, ziehen wir vor den obersten Gerichtshof, um uns gegen Unrecht zu wehren und die Menschen in der Gemeinde vor dem Bürgermeister zu schützen!“ Die Zornesröte trieb es Stefan Hamedinger, dem neuen Sprecher der Initiative „In der Lahn“ bei der letzten Gemeinderatssitzung in Scharnstein ins Gesicht. Statt der Rückwidmung des Baulandes in Grünland in der Ortschaft „In der Lahn“ schaffte es die ÖVP mit Hilfe der FPÖ, die Causa dem Bauausschuss zuzuweisen.

Umdenken bei der FP 
Noch am 17. Februar haben die Blauen mit SPÖ und Grünen für die Rückwidmung gestimmt. ÖVP-Bürgermeister Rudolf Raffelsberger zögerte damit, den Beschluss umzusetzen, drängte auf eine neue Abstimmung. „Die FPÖ hat jetzt mit uns gestimmt, weil sich eine neue Aufschließungsvariante ergeben hat. Rein zufällig hat uns eine Anrainerin darauf aufmerksam gemacht, diese Variante ist sehr gut“, hofft Raffelsberger nach der Sommerpause auf neuerliche Unterstützung der Freiheitlichen. Dann könnte in der Lahn doch noch gebaut werden.

SP ortet brachialen Feldzug
Das will die SPÖ unbedingt verhindern. Sie spricht von einem brachialen Feldzug Raffelsbergers für seinen Parteifreund, den Bauausschuss-Vorsitzenden und Eigentümervertreter des Grundstücks, Moritz Drack.„Es gibt noch immer 14 andere Gründe, die gegen eine Widmung sprechen“, meint Vizebürgermeister Max Ebenführer. Für ihn ist die neue Zufahrt alles andere als ideal. Er ortet Steigungen mit 14 und 13 Prozent. „Es müsste auch teilweise von Grünland auf Verkehrsfläche umgewidmet werden. Um dabei öffentliches Interesse zu bekunden, bedarf es einer gewissen Brutalität, die ich bei Raffelsberger für möglich erachte.“

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