Polizist erschossen

EU untersucht tödlichen Konflikt an Kosovo-Grenze

Ausland
27.07.2011 22:19
Die EU-Rechsstaatsmission EULEX hat Ermittlungen zu den Ereignissen an den beiden Grenzübergängen im Nordkosovo vom Dienstag eingeleitet. Dabei werden drei getrennte Ermittlungen über drei schwere Zwischenfälle geführt. Eine davon betrifft den Angriff auf einen kosovarischen Polizisten am Dienstagnachmittag im Dorf Zupce bei Zubin Potok. Er wurde von einem unbekannten Scharfschützen angeschossen und erlag kurz danach seinen Verletzungen.

Die beiden anderen Ermittlungen betreffen einen weiteren Angriff auf einen kosovarischen Polizisten sowie einen Angriff auf einen Polizeikonvoi, auf den Sprengstoff geworfen wurde. An den Ermittlungen sind sowohl Ermittler aus Mitrovica als auch die EULEX-Polizei beteiligt.

Alle drei Zwischenfälle hatten sich nach der Besetzung eines Grenzüberganges im Norden des Kosovo durch eine kosovarische Sonderpolizei-Einheit in der Nacht auf Dienstag ereignet.

KFOR-Hubschrauber im Norden des Kosovo beschossen
Zusätzlich, so erklärte KFOR-Befehlshaber Erhard Bühler am Mittwochnachmittag, sei ein KFOR-Hubschrauber im Norden des Kosovo beschossen worden. Laut Medienberichten soll es sich um einen Hubschrauber der kroatischen KFOR-Soldaten gehandelt haben.

Am Mittwochabend wurde außerdem eine TV-Mannschaft der serbischen staatlichen Presseagentur Tanjug unweit eines Grenzüberganges angegriffen. Ein unbekannter Mann attackierte den Kameramann mit einem Stein, den er gegen dessen Kopf schlug. Ein weiteres Mitglied der Mannschaft wurde laut Medienberichten verprügelt.

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