Die Verteidigungslinie des OÖVP-Seniorenbundes, von wegen Doppelexistenz als Teilorganisation der Partei hier und gemeinnütziger Verein, der Corona-Hilfszahlungen beanspruchen darf, dort, bekommt schneller Löcher als Winterg’wand auf einem mottenverseuchten Dachboden.
Rein juristisch mag das ja irgendwer womöglich glauben können. Aber mit Hausverstand betrachtet (ein Lieblingsinstrument in der OÖVP) ist der Seniorenbund natürlich politische Partei. So hat er ja selber anwaltlich argumentiert, als es darum ging, ob er Adressen aus der Wählerevidenz benutzen darf.
Über diese derzeit beim Höchstgericht anhängige Causa hat „Krone“-Redakteur Mario Zeko schon 2018/19 berichtet - wobei bereits damals im Artikel die „Rechtfertigung“ zitiert wurde, dass der Seniorenbund als ÖVP-Teilorganisation agiere, wenn er über 58-jährigen sein Vereins-Kursprogramm zuschicke. Weiters: Nicht nur ist OÖSB-Chef Josef Pühringer Ehrenobmann der OÖVP. Sein Geschäftsführer Franz Ebner ist seit November 2021 ÖVP-Abgeordneter im Bundesrat, nominiert vom Landesparteivorstand der OÖVP. Auch personell dominiert im Seniorenbund die Politik
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.