Drei Sprengsätze

Terroranschläge in Mumbai: Tote und Verletzte

Ausland
13.07.2011 15:46
Bei drei Anschlägen in der südindischen Millionenmetropole Mumbai sind am Mittwoch mindestens 17 Menschen getötet und über 130 weitere teils schwer verletzt worden. Bei der Explosion von drei selbst gebauten Sprengsätzen handele es sich um "Terrorangriffe", erklärte das Innenministerium in Neu Delhi. Nach Angaben der Polizei ereigneten sich die Explosionen in belebten Innenstadtvierteln.

Medienberichten zufolge explodierten zwei Sprengsätze im Süden der Stadt, ein dritter im Westen. Bei den Zielen handelt es sich um belebte Wohn- und Geschäftsviertel, wo zum Zeitpunkt der Detonationen am frühen Abend zahlreiche Menschen auf den Straßen unterwegs waren.

Erinnerungen an Anschlagsserie 2008
Es handelt sich um die ersten Anschläge in der Millionenstadt seit einer verheerenden Anschlagsserie Ende November 2008. Am 26. November 2008 hatten mehrere islamistische Terrorkommandos einen Bahnhof, ein Krankenhaus, ein Touristencafé, ein jüdisches Zentrum sowie die beiden Luxushotels "Taj Maha"l und "Trident Oberoi" gestürmt. Den indischen Sicherheitskräften gelang es erst nach mehr als zwei Tagen, die letzten der insgesamt zehn Angreifer auszuschalten, die sich in den beiden Luxushotels mit mehreren Geiseln verschanzt hatten. Nur einer der Terroristen überlebte. Er wurde vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt.

Bei der Angriffserie kamen insgesamt 166 Menschen ums Leben, darunter auch zahlreiche Ausländer. Indien machte die islamistische Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba für die Angriffe verantwortlich und warf seinem Erzrivalen Pakistan vor, die Gruppe unterstützt zu haben. Der Streit führte zum Abbruch der ohnehin bereits stockenden Friedensverhandlungen zwischen den beiden nuklear bewaffneten Bruderstaaten.

Über 200 Tote bei Terror im Jahr 2006
Auch zuvor war Mumbai bereits wiederholt Schauplatz blutiger Anschläge. So starben bei einer Serie von Bombenanschlägen am 11. Juli 2006 auf Bahnhöfen und in mehreren Pendlerzügen insgesamt 209 Menschen, mehr als 700 weitere Peronen wurden verletzt. Auch damals machte die Regierung Lashkar-e-Taiba für die Gewalttaten verantwortlich.

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