Gericht prüft

Strauss-Kahn vielleicht bald ein freier Mann?

Ausland
10.07.2011 11:06
Nur wenige Tage nachdem verkündet wurde, dass die Ermittlungen gehen den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fortgesetzt werden, denkt Manhattans Oberstaatsanwaltschaft erneut darüber nach, die Anklage gegen Strauss-Kahn fallen zu lassen. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, seien auch nun wieder Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin der Auslöser. Verzögert wird eine endgültige Entscheidung allerdings durch den Anwalt des Zimmermädchens, der über mangelnde Fairness und ungerechte Behandlung seiner Mandantin klagt.

Kenneth Johnson, der Anwalt des mutmaßlichen Opfers, wirft Manhattans Oberstaatsanwalt Cyrus Vance mangelnde Fairness und Parteilichkeit vor, so das Wirtschaftsblatt. Johnson erlaube der Staatsanwaltschaft nur noch begrenzten Kontakt zu seiner Mandantin. Die 32-Jährige stammt aus dem westafrikanischen Guinea und spricht nur gebrochen Englisch. Ihr Anwalt bezichtigt die Staatsanwaltschaft, seine Mandantin bei Vernehmungen eingeschüchtert und beschimpft zu haben. Außerdem beklagte sie sich mehrfach über den Übersetzer, der ihre Sprache nicht genau kenne.

In einem Schreiben verlangte Johnson vergangene Woche von Vance, sich aus dem Verfahren gegen Strauss-Kahn zurückzuziehen. Die Staatsanwaltschaft habe Informationen an die Medien durchsickern lassen, die die Vorwürfe des Zimmermädchens gegen Strauss-Kahn infrage stellen, begründete Johnson seine Forderung.

Hausarrest wegen widersprüchlicher Aussagen aufgehoben
Beunruhigt über Widersprüche in den Aussagen des Zimmermädchens hatte die Staatsanwaltschaft zuletzt dafür plädiert, den strengen Hausarrest von Strauss-Kahn aufzuheben. Seitdem kann sich der Ex-IWF-Chef wieder frei in New York bewegen, darf allerdings die USA nicht verlassen.

Das Zimmermädchen wirft Strauss-Kahn vor, sie am 14. Mai in seiner Hotelsuite nackt überfallen und zum Oralsex gezwungen zu haben. Infolge der Anschuldigungen wurde Strauss-Kahn verhaftet und blieb sieben Wochen lang in Hausarrest, bis er vor einer Woche freigelassen wurde. Strauss-Kahn wurde nun allerdings auch in Frankreich von der Autorin Tristane Banon wegen eines Vergewaltigungsversuchs angezeigt, der sich 2003 zugetragen haben soll. Der Sozialist reagierte darauf mit der Ankündigung einer Diffamierungsklage.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
10.07.2011 11:06
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung