Nicht abgesichert

Regionalzug kracht mit 130 km/h in Bahnhofsbaustelle

Oberösterreich
09.07.2011 12:16
Ein mit 75 Personen besetzter Regionalzug ist Freitag früh im oberösterreichischen Bezirk Grieskirchen mit 130 km/h in eine Baustelle gerast und gegen eine Arbeitsmaschine geprallt. Alle Zuginsassen sowie sämtliche Bauarbeiter blieben trotz des wuchtigen Zusammenstoßes unverletzt. Die Baustelle sei nicht richtig abgesichert gewesen - zudem hätten die Arbeiten laut Polizei zu früh begonnen.

Am Bahnsteig der örtlichen Haltestelle in der Gemeinde Kallhamm hätte - die Sicherheitsdirektion Oberösterreich zitierte aus einer Vereinbarung der ÖBB mit der Baufirma - ab 7.40 Uhr Asphalt aufgetragen werden sollen. Um 7.08 Uhr rollte der Regionalexpress Passau-Linz an - da wurde bereits gearbeitet.

Arbeiter in Wiese geschleudert
Die Lok krachte mit voller Wucht gegen den Asphaltbehälter der Maschine - ein 57-jähriger Mann wurde in eine angrenzende Wiese geschleudert. Obwohl er sich mit vier weiteren Kollegen direkt am Unglücksort aufgehalten hatte, kamen alle Arbeiter - wie auch die Bahnreisenden - mit dem Schrecken davon.

Die Asphaltiermaschine sowie der Regionalzug wurden schwer beschädigt. Es werde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung ermittelt, hieß es am Samstag seitens der Exekutive.

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