Von der Energiegewinnung bis zur Müllabfuhr - der Stoffwechsel ist die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge im Körper. Was dahintersteckt und wie wir dieses System beeinflussen.
Der Mensch besteht aus einer Vielzahl an Zellen, in denen ununterbrochen Tausende chemische Reaktionen ablaufen. Es finden Um-, Auf- und Abbauarbeiten statt, wir werden mit Wärme versorgt, können wachsen, zunehmen und uns regenerieren. Für einen reibungslosen Ablauf dieser Prozesse sorgen Hormone, Enzyme und das Nervensystem. Auch Umweltfaktoren, wie etwa die Temperatur, beeinflussen den Stoffwechsel (Metabolismus). Damit der Körper seine Aufgaben erfüllen kann, benötigt er Energie in Form von Nährstoffen, die wir mit dem Essen aufnehmen.
Komplexes System versorgt die Körperzellen
Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente werden bei der Verdauung in ihre Bestandteile zerlegt und über den Blutkreislauf in sämtliche Zellen transportiert. Je nach Substanz, die es dabei zu verarbeiten gilt, laufen unterschiedliche Prozesse ab, gesteuert von speziellen Enzymen (Eiweißstoffen). Da unser Organismus nicht zur gleichen Zeit Energie produziert und verbraucht, muss ein Speicher angelegt werden - etwa im Fettgewebe, in der Leber oder den Muskeln. Diese aufbauende Phase bezeichnet man als Anabolismus.
Der Körper ist aber auch in der Lage, sich selber mit Energie zu beliefern. Dies geschieht, indem er bei Bedarf auf die in den verschiedenen Depots gespeicherten Nährstoffe zugreift und sie wieder in ihre Einzelbestandteile abbaut (Katabolismus). Die Zellen brauchen aber nicht nur Nährstoffe, um ihre Arbeiten zu erledigen. Sie sind auch darauf angewiesen, dass die „Müllabfuhr“, das heißt die Entsorgung von Ausscheidungsprodukten und Giftstoffen, funktioniert.
Gerät das System aus dem Gleichgewicht, treten mitunter Störungen auf. Das bedeutet, es funktioniert die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig bzw. kommt die Substanz nicht dort an, wo sie benötigt wird. Die Folge sind Krankheiten wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenprobleme oder Gicht, um nur die häufigsten zu nennen. Ursache können Defekte im Erbgut sein, aber auch Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Schichtarbeit sowie Schadstoffe am Arbeitsplatz.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.