Ein vorbestrafter Unterländer hatte bei seiner Mutter noch einiges offen. Die hatte ihm bei der Bezahlung der hohen Anwaltskosten im letzten Verfahren finanziell unter die Arme gegriffen. Wie es sich für einen guten Jungen gehört, wollte der 22-Jährige die Schulden auch wieder abstottern. Allerdings mit Geld aus dem Drogenhandel. So landete der Mann schon wieder vor Gericht.
Im Mai 2018 überfällt der Angeklagte die Dornbirner Sparkasse in Haselstauden und wird dafür zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Nachdem er zwei Drittel davon hinter Gittern absitzt, kommt der Mann wieder auf freien Fuß. Naja, fast - denn an einem Bein hängt eine elektronische Fußfessel.
Drogenfahrten in die Schweiz
Kaum war die Fußfessel installiert, drehte der junge Mann bereits das nächste krumme Ding. Er soll über ein Kilo Kokain nach Vorarlberg geschmuggelt und verkauft haben, was der Angeklagte im gestrigen Prozess allerdings bestreitet. Er habe nur 400 Gramm bezogen und weitergegeben. Mit den Drogenfahrten in die benachbarte Schweiz habe er nichts zu tun. Allerdings wird er von einem Mittäter, der ebenfalls in U-Haft sitzt, schwer belastet.
Zumindest geht dies aus dem vom Mittäter unterzeichneten Einvernahmeprotokoll bei der Polizei hervor. In der Verhandlung rudert der Zeuge dann aber zurück und unterstellt den Beamten, ihm bei der Protokollierung „etwas untergejubelt“ zu haben. Weitere Zeugen wurden beantragt. Der Prozess ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.