Am morgigen Sonntag steigt in der Bundesliga-Meisterrunde das zweite Kärntner Derby zwischen Austria Klagenfurt und WAC. Die „Violetten“ haben mit Maxi Moreira einen neuen „Sechser“ gefunden. Der „Uru“ liebt Grätschen, dockte fast in den USA an und hatte mit WAC-Fans einst keine Freude.
Hol das Lasso raus! In seiner Heimat Uruguay steht Max Moreira aufs Reiten und Fischen, lebt wie ein Cowboy. Beim 2:1-Derbysieg hatte Klagenfurts „Gaucho“ zuletzt auch Jagd auf die Wolfsberger „Wölfe“ gemacht. Der 27-Jährige fing im defensiven Mittelfeld alles ein, räumte alles ab – großteils mit perfekt getimten Blutgrätschen. WAC-Ass Liendl, auf den Max angesetzt war, mied in Hälfte zwei gar seine Nähe.
„Ich bin erstmals auf der Sechser-Position gestartet! Ich liebe den Kampf. Eine faire Grätsche ist das Größte – ich habe das im Jugendnationalteam versucht, zu perfektionieren“, sagt der gelernte Linksverteidiger, der eine langwierige Bänderverletzung im Fuß hinter sich hat.
„Voll ins Gesicht gebrüllt“
Vorm morgigen Heimderby ist Max wieder doppelt motiviert – eine ungute Erfahrung ist schuld: „Bei der 1:2-Pleite im Herbst saß ich verletzt auf der Tribüne in Wolfsberg – und ihre Fans haben mir voll ins Gesicht gebrüllt. Das war eine Frechheit!“
Seit 2018 läuft Moreira jedenfalls für Klagenfurt auf - dabei wäre er damals fast in der US-Topliga MLS gelandet. „Chicago wollte mich, ich hätte aber ein halbes Jahr stehen müssen“, verrät Max, dessen Manager Gerardo Seouane (spielte 2010 in St. Veit!) ihn so nach Kärnten brachte. „Es war zu Beginn eine andere Welt, nun liebe ich es aber!“ Und so schnell wird Max auch nicht in seinen Heimatort Punta del Este (wo Herzblatt Carolina weilt) zurückkehren - sein Vertrag läuft ja bis 2023.
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