Häusliche Gewalt

Alkoholisierter Ehemann stach auf Frau ein

Kärnten
19.04.2022 06:28

Ein offensichtlich alkoholisierter Ehemann (41) stach in einer Villacher Wohnung auf seine Frau (36) ein. Weil er sich auch den Beamten gegenüber aggressiv zeigte, wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt. War das die erste Gewalttat?

Am Ostermontag gegen 19 Uhr wurde die Polizei zu einem Streit in eine Wohnung in Villach gerufen. Eine Nachbarin teilte mit, dass ein Kind aus der betroffenen Wohnung kam und sie bat, die Polizei zu verständigen.

Blut in Wohnung von Familie
Von den Polizisten konnte bereits im Stiegenhaus bis zur Wohnung Blut wahrgenommen werden. Nach mehrmaligem Klopfen öffnete der sichtlich betrunkene Beschuldigte, ein 41-jähriger Mann aus Afghanistan. Das Opfer, seine 36-jährige Frau, saß im Nebenraum. Auch in der Wohnung konnte an mehreren Stellen Blut wahrgenommen werden.

Mit Jausenmesser in Oberschenkel gestochen
Die Frau teilte mit, dass ihr Mann Alkohol getrunken habe, und plötzlich aggressiv wurde. Die Frau wollte ihn beruhigen. Der Mann habe ihr dann mit einem Jausenmesser in den Oberschenkel gestochen. Die Frau wurde mit der Rettung ins LKH Villach gebracht und ambulant behandelt.

Mann weiterhin aggressiv
Der Mann zeigt sich aggressiv und unkooperativ. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ordnete diese die Festnahme an. Bei der Mitteilung, dass er festgenommen sei, wurde er noch aggressiver und musste mittels Körperkraft festgenommen werden. Anschließend wurde er ins Polizeianhaltezentrum gebracht. Ein Alkotest war mangels Bereitschaft zur Mitwirkung trotz mehreren Versuchen nicht möglich.

Einvernahme erfolgt am Dienstag
Laut Opfer war der Mann ihr oder den Kindern gegenüber bis dato noch nie gewalttätig. Die beiden minderjährigen Kinder befanden sich stets in einem Nebenzimmer und waren nicht in Gefahr. Das Blut in der Wohnung und im Stiegenhaus stammt vom Täter, da er sich mit dem Messer an den Fingern verletzt hatte. Der Mann wird im Laufe des Dienstags nieder schriftlich einvernommen und nach Abschluss der Ermittlungen angezeigt. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile entschieden, den Mann in die Justizanstalt Klagenfurt einliefern zu lassen.

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