Geld fließt weiter

Energieabhängigkeit: Öl-Milliarden für den Krieg

Wirtschaft
08.04.2022 06:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine steht die Energieabhängigkeit Europas groß zur Diskussion. Ein kurzfristiger Ausstieg ist enorm schwer, daher fließen nach wie vor Milliardenbeträge, etwa für Öl, nach Russland.

Russlands Krieg wird in erster Linie mit den Einnahmen aus dem Energieverkauf finanziert. Im Vorjahr waren es 110 Milliarden Dollar aus dem Öl- und 60 Milliarden Dollar aus dem Gasverkauf, die Putin einnahm. Die größten Abnehmer sitzen in Europa (siehe Grafik unten), wobei Österreich beim Gas mit 7,8 Milliarden Kubikmetern insgesamt an achter Stelle liegt.

Daher fordern hochrangige Politiker ungeachtet der wirtschaftlichen Schäden für die Abnehmer weiter einen totalen Boykott russischer Lieferungen. EU-weit beschlossen wurde der Verzicht auf Kohle, die Russland aber nur vier Milliarden Euro an Einnahmen bringt. Wirksam wird das Embargo erst ab August.

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