„Bis zum Jahr 1995 hat es ein Gesetz gegeben, dass Mühlen immer Getreide auf Lager haben müssen, um die Einheimischen in Krisenzeiten ein halbes Jahr lang versorgen zu können“, erklärt Bürgermeister Erwin Angerer. Aus diesem Grund will er 25 Tonnen Korn für Mühldorf ankaufen. Gelagert werde es in der Trattnermühle: „Wir sind froh, einen solchen Betrieb zu haben!“ Dessen Chef Matthias Trattner könnte sogar Kapazitäten für 600 Tonnen zur Verfügung stellen. „Getreide ist ein Grundnahrungsmittel, das wegen des Krieges derzeit schwer erhältlich ist. Unsere Gemeinde wäre mit den 25 Tonnen etwa sechs Monate abgesichert!“, meint der 47-Jährige.
Sollte das Getreide, das ja mehrere Jahre ohne Qualitätsverlust gelagert werden kann, keine Verwendung finden, will es Trattner der Gemeinde abkaufen.
Wir wollen keine Panik verbreiten, aber wir wollen damit zeigen, wie wichtig es ist, etwas auf Vorrat zu haben und wie wichtig die Bauern in unserer Region sind!
Erwin Angerer, Bürgermeister von Mühldorf
Angerer fordert bundesweit mehr derartige Zwischenspeicher. „Wir werden einen Antrag im Kärntner Landtag einbringen und fordern, dass das alte Mühlengesetz wieder in Kraft tritt.“
Auch Agrar-Bereich will aufstocken
Trattner hat indessen beobachtet, dass es auch im Agrarbereich Überlegungen gebe, den Getreidevorrat aufzustocken.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.