Mühlengesetz gefordert

Vorsorge: Getreide reicht für halbes Jahr

Kärnten
04.04.2022 05:45
Pandemie, Ukraine-Krieg, Teuerungswelle: In der Gemeinde Mühldorf will man, wie berichtet, für den Notfall gerüstet sein. Mit den 25 Tonnen Getreide, die als eiserne Reserve angekauft werden, könnte man die rund 1000 Bewohner etwa ein halbes Jahr versorgen.

„Bis zum Jahr 1995 hat es ein Gesetz gegeben, dass Mühlen immer Getreide auf Lager haben müssen, um die Einheimischen in Krisenzeiten ein halbes Jahr lang versorgen zu können“, erklärt Bürgermeister Erwin Angerer. Aus diesem Grund will er 25 Tonnen Korn für Mühldorf ankaufen. Gelagert werde es in der Trattnermühle: „Wir sind froh, einen solchen Betrieb zu haben!“ Dessen Chef Matthias Trattner könnte sogar Kapazitäten für 600 Tonnen zur Verfügung stellen. „Getreide ist ein Grundnahrungsmittel, das wegen des Krieges derzeit schwer erhältlich ist. Unsere Gemeinde wäre mit den 25 Tonnen etwa sechs Monate abgesichert!“, meint der 47-Jährige.

Sollte das Getreide, das ja mehrere Jahre ohne Qualitätsverlust gelagert werden kann, keine Verwendung finden, will es Trattner der Gemeinde abkaufen.

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Wir wollen keine Panik verbreiten, aber wir wollen damit zeigen, wie wichtig es ist, etwas auf Vorrat zu haben und wie wichtig die Bauern in unserer Region sind!

Erwin Angerer, Bürgermeister von Mühldorf

Angerer fordert bundesweit mehr derartige Zwischenspeicher. „Wir werden einen Antrag im Kärntner Landtag einbringen und fordern, dass das alte Mühlengesetz wieder in Kraft tritt.“

Auch Agrar-Bereich will aufstocken
Trattner hat indessen beobachtet, dass es auch im Agrarbereich Überlegungen gebe, den Getreidevorrat aufzustocken.

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