Bad News. Nach guten Nachrichten lechzen wir gerade in so stürmischen Zeiten wie diesen doch alle. Auch wir Journalisten, obwohl man uns vorurteilsmäßig gerne nachsagt, für uns würde stets gelten „Only bad news are good news“. Nein, so ist es wahrlich nicht. Aber in der Realität überwiegen nun einmal sehr oft die schlechten Nachrichten. Und dieser Tage ganz besonders. Allein, was wir heute schon wieder an „Bad News“ verbreiten müssen: Etwa, dass die Reallöhne in Österreich in diesem Jahr sinken werden, weil die Inflation die Gehaltsteigerungen deutlich übertreffen wird. Die Steuerreform wird zwar das Minus ein wenig abfedern, aber gerade Niedrigverdiener trifft die Entwicklung besonders. Außerdem berichten wir heute noch über die begonnene Russen-Offensive in der Ost-Ukraine. Wir widmen uns dem Gletscher-Schwund, der im wahrsten offensichtlich nicht mehr zu stoppen ist. Und wir zitieren auf unserer Corona-Seite den Komplexitätsforscher Peter Klimek, der zur Pandemie-Entwicklung sagt: „Wie lange die Lage stabil bleibt, ist schwer zu sagen. Wir wissen nicht, wie lange die Immunität anhält oder ob neue Varianten auftauchen. Ob die nächste Welle erst im Herbst oder doch schon früher kommt und wie heftig diese dann ist, muss man abwarten. Aber sie kommt ganz bestimmt.“ Puh, das sind ganz dicke „Bad News“!
Good News. „Only bad news“ also? Nein, das auch wieder nicht. Wir haben heute in der „Kronen Zeitung“ schon auch mehr oder weniger erfreuliche Meldungen zu bieten. Etwa vom Arbeitsmarkt - mit der niedrigsten Arbeitslosenquote seit 14 Jahren. Einigermaßen positiv auch der Umstand, dass trotz aller Androhungen von Putins Seite das russische Erdgas weiter Richtung Westen geliefert wird. Und ein ganz kleiner Lichtblick in dem ganzen Leid der ukrainischen Flüchtlinge: In der bettelarmen Republik Moldau bemüht man sich mit großem Einsatz um die Ukrainer. Fast 400.000 sind bereits nach Moldau geflüchtet, mehr als 100.000 von ihnen sind geblieben. Österreich unterstützt Moldau. Bei einem Besuch in dem kleinen Land sagte Außenminister Alexander Schallenberg ein österreichisches 10-Millionen-Euro-Hilfspaket für Moldau zu. Achja, und dann war da noch die Meldung, dass in Italien - am Comer See - die Luxusvilla eines russischen TV-Moderators, der zu den bekanntesten Propagandisten Putins zählt, beschlagnahmt wurde. Good News, oder?
Einen schönen Samstag!
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