Häftling unzufrieden
Ratko Mladic droht jetzt mit Hungerstreik
Sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden, werde er "aufhören, die Medikamente, die ich bei mir habe, sowie Nahrung einzunehmen", sagte Mladic laut "Blic" wörtlich. In den Hungerstreik werde er demnach auch treten, wenn das UNO-Tribunal nicht die Kosten für seine Verteidigung übernehme.
Ein Verteidiger-Team wurde nach Worten des Belgrader Anwalts des Haager Angeklagten, Milos Saljic, noch nicht zusammengestellt. Bisher steht nur fest, dass die bereits 92 Jahre alte Völkerrechtsexpertin Smilja Avramov, jahrelange Beraterin des früheren serbischen und jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, dazugehören soll.
Mladic wird sich in elf Anklagepunkten wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstoßes gegen Kriegsrecht zu verteidigen haben. Er selbst hat die Anklage bei seinem ersten Auftritt vor dem UNO-Tribunal am Freitag als "abscheulich" und "monströs" bezeichnet. Zu seinen Standpunkten soll er sich am 4. Juli detailliert äußern.
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