Die Freude all jener, die eine Wohnung mieten wollen, war groß: Die Makler-Provisionen sollen einfach wegfallen, wenn man keinen selbst beauftragt hat. Aha, wer zahlt das dann? Na, die Wohnungsbesitzer. So, so, wenn sich diese aber weigern? Na, so die fröhliche Fortsetzung, dann wird es auch ohne Makler gehen. Flugs, so behende zaubert die Justizministerin eine Entlohnung für vollbrachte Leistungen weg. Für viele Makler bedeutet das ein Aus ihrer Tätigkeit.
Dieses Zadic-Zaubermodell (wie lasse ich eine unangenehme Gebühr verschwinden?) ist ausbaufähig. Denn der Applaus auf die Provisions-Streichung war groß. Da könnte man doch, natürlich könnte man ...
Ideen gibt es genug. Nachdem die Grünen mit der Marktwirtschaft nie auf Kuschelkurs waren, könnte man auch in anderen Bereichen eingreifen. Wie wäre es mit einem Verbot für Gastwirte, Geld für das servierte Schnitzel zu verlangen? Das würde auch viele Familien freuen. Und was ist mit den Gastwirten? Das Gleiche wie bei den Maklern, wer braucht sie schon?
So so. Ja, dann gleich hurtig auch zu den Auto-Werkstätten, geschätzte Frau Zadic. Als Ministerin muss es Ihnen doch ein Leichtes sein, deren Rechnungen verschwinden zu lassen. Sim sala Zadic - und schon freuen sich wieder viele Familien darüber, dass Ihnen mehr Geld bleibt.
Genug der Gedankenspiele: Wie wäre es, Frau Minister, wenn Sie statt Makler auszurotten, endlich ein praktikables, neues Mietengesetz schaffen würden? Das wäre eigentlich Ihr Job!
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