Sa, 19. Jänner 2019

In 4.000 Metern Tiefe

31.05.2011 20:50

75 weitere Leichen aus Air-France-Todesjet geborgen

75 weitere Leichen haben Fachleute aus der vor zwei Jahren über dem Atlantik abgestürzten Air-France-Maschine mit der Flugnummer AF 447 geborgen. Vor etwa drei Wochen hatten die Arbeiten begonnen, damals waren bereits zwei Tote aus den Fluten gezogen worden. Insgesamt wurden damit 127 der 228 Fluggäste und Besatzungsmitglieder geborgen. Die Ermittlungsarbeiten dauern unterdessen an.

Fünfzig Leichen hatten die Bergungskräfte unmittelbar nach dem Unglück im Wasser treibend gefunden. Zwei weitere Leichen wurden Anfang Mai aus dem Wrack geholt, nachdem die beiden Flugschreiber der verunglückten Maschine gefunden worden waren.

Tauchroboter machten nach der Entdeckung des Wracks Anfang April Bilder von dem Flugzeugrumpf, der in knapp 4.000 Metern Tiefe auf dem Meeresboden liegt. Darauf waren auch Tote zu sehen, die noch angeschnallt auf ihren Sitzen saßen. Die französischen Behörden wollen nur die Leichen bergen, die noch identifizierbar sind - nach dem Aufprall des Airbus aus Tausenden Metern Flughöhe und der langen Zeit unter Wasser sind den Angaben zufolge viele Leichen in einem schlechten Zustand.

Wieso die Maschine abstürzte, versuchen die französischen Ermittler seit zwei Jahren zu klären. Vergangene Woche veröffentlichte die Luftfahrtermittlungsbehörde BEA einen ersten Bericht zur Auswertung der Flugschreiber über den Verlauf der letzten Flugminuten; demnach dauerte es dreieinhalb Minuten, bis das abstürzende Flugzeug auf dem Meer aufschlug (siehe Infobox).

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