18.03.2022 08:00 |

2700 fehlen in Wien

Alarm an Schulen: Jeder 10. Lehrer im Krankenstand

Corona führt nicht nur in Wiens Krankenhäusern zum Ausnahmezustand. Auch an den Schulen nimmt die Personalnot aufgrund der hohen Infektionszahlen immer dramatischere Formen an. Zehn Prozent der Pädagogen sind im Krankenstand, unterrichtet wird auf Sparflamme.

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Die vielen Corona-Erkrankungen stellen auch die Schulen vor nie da gewesene Herausforderungen. Von den 14.000 Pflichtschullehrern und 13.000 Bundesschullehrern in der Stadt sind aktuell 2700 im Krankenstand, jeder zehnte Pädagoge fällt aus.

Abläufe auf ein Minimum reduziert
„Es ist dramatisch. Arbeitsabläufe, wie sie die Kinder gewohnt sind, müssen aufs Minimum reduziert werden“, ist Bernd Kniefacz von der Lehrergewerkschaft ÖLI-UG alarmiert. „In Ausnahmefällen mussten einzelne Pädagogen zwei Klassen gleichzeitig beaufsichtigen - das zeigt, wie drängend die Situation ist.“

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Es ist dramatisch. Arbeitsabläufe, wie sie die Kinder gewohnt sind, müssen aufs Minimum reduziert werden.

Bernd Kniefacz, ÖLI-UG

Appell für Fortbestehen der Schultestungen
Mittlerweile werden von der Bildungsdirektion neben Studenten auch geflüchtete Pädagogen aus der Ukraine aufgenommen. 500 geflüchtete Kinder sind bereits in Wiener Klassen untergebracht: „Viele der Lehrerinnen haben sehr gute Deutschkenntnisse“, sagt Bildungsdirektor Heinrich Himmer, der wie Kniefacz für eine Fortsetzung der engmaschigen PCR-Testungen an Schulen plädiert.

Bildungsminister Martin Polaschek konnte sich noch nicht zu einer Entscheidung durchringen: „Es laufen noch Gespräche“, heißt es aus dem Ministerium.

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