15.03.2022 17:20 |

Zuletzt Reporterin

Bereits fünf Journalisten im Ukraine-Krieg getötet

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind mindestens fünf Journalisten getötet und mehr als 30 verletzt worden. Außer dem US-Journalisten Brent Renaud seien die ukrainischen Reporter Wiktor Dudar und Jewhen Sakun ums Leben gekommen, schrieb die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmyla Denisowa. Der US-Sender Fox News teilte mit, Kameramann Pierre Zakrzewski (55) und Journalistin Oleksandra Kuvshynova (24) seien nahe Kiew bei einem Angriff gestorben.

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Pierre Zakrzewski sei am Montag mit dem Korrespondenten Benjamin Hall und Oleksandra Kuvshynova in Horenka unterwegs gewesen, als ihr Fahrzeug unter Beschuss geraten sei, teilte der US-Sender mit. Zakrzewski habe seit Februar in der Ukraine gearbeitet. Der 55-Jährige sei ein Kriegsfotograf gewesen, der für Fox über fast alle internationalen Geschichten berichtet habe. 

Korrespondent bei Beschuss verletzt
Sein „Mut, seine Professionalität und seine Arbeitsmoral“ seien bei den Journalisten aller Medien bekannt gewesen, so der Sender. Korrespondent Hall war bei dem Vorfall am Montag verletzt worden und wurde am Dienstag dem Sender zufolge weiter im Krankenhaus behandelt. Genauere Details zu seinem Gesundheitszustand waren nicht bekannt. Der getötete Zakrzewski sei eine „absolute Legende dieses Senders und sein Verlust ist verstörend“, sagte Fox-News-Moderator Bill Hemmer im Fernsehen. Zakrzewski habe seit Jahren für den Sender gearbeitet. Er berichtete von Irak über Syrien bis Afghanistan.

Ein weiterer Journalist, Wiktor Dudar sei in der Nähe der südukrainischen Großstadt Mykolajiw getötet worden, der Kameramann Jewhen Sakun durch einen Raketenangriff in Kiew. „Die russischen Besatzer kämpfen gegen eine objektive Berichterstattung ihrer Kriegsverbrechen in der Ukraine, sie töten und beschießen Journalisten“, behauptete Denisowa.

„Gezielt auf Journalisten gefeuert“
Auch auf ausländische Reporter sei gezielt gefeuert worden. Dabei seien mehrere Journalisten verletzt worden, darunter ein Schweizer und zwei Dänen. Eine Crew des britischen Senders Sky News hatte selbst gefilmt, wie sie in Butscha nordwestlich von Kiew beschossen wurde. Dabei wurde Reporter Stuart Ramsay verletzt.

Russland hat bisher mehrere Fernsehtürme gezielt zerstört oder getroffen, darunter in Kiew und nahe des nordwestukrainischen Riwne. Damit soll die Kommunikation erschwert werden. Dabei gab es mehrere Tote. Erst am Wochenende war der US-Journalist Brent Renaud ukrainischen Angaben zufolge unweit von Kiew von russischen Soldaten beschossen und getötet worden

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