Kürzlich ging versehentlich eine indische Rakete los und landete in Pakistan. Es ist noch einmal glimpflich ausgegangen. Kindern soll man kein Atomspielzeug in die Hand geben. Oder: Aus dem russischen Krieg in der Ukraine hatte sich eine Drohne selbstständig gemacht. Sie schlug nach dem Flug über drei Länder in der kroatischen Hauptstadt ein. Es ist noch einmal (relativ) glimpflich ausgegangen.
Es hätte statt Zagreb auch Wien treffen können. Drohnen und Raketen kennen keine Grenzen - irrtümlich oder vorsätzlich gezündet. Das ist die Welt, in der wir heute leben. Krieg ist nicht nur über unsere Köpfe hinweg denkbar geworden.
Was sagen unsere Politiker dazu, die bisher sicherheitsrelevante Wahrheiten weggeschwurbelt haben? Fassen sie, die den sicherheitspolitischen Debatten bisher konsequent ausgewichen sind, jetzt doch Mut? Geht ihnen endlich der Knopf auf?
... dass das Zauberwort Neutralität allein nicht schützen kann,
... dass es endlich erheblicher Rüstungsanstrengungen bedarf,
... dass wir uns nicht nur von EU-NATO-Nachbarn schützen lassen sollen, sondern auch zur Verteidigung Europas beitragen müssen,
... dass die Wehrpflicht nicht dazu da ist, um dem Staat vor allem billige Sanitätshelfer zu verschaffen.
Landesverteidigung soll anderen Generalstäben den Preis einer Aggression aufzeigen. So billig wie Österreich darf man es sich jedenfalls nicht machen!
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