Di, 19. Juni 2018

Weil das Geld fehlt

27.05.2011 18:29

Verwaiste OP-Säle im AKH schon ab Mittagsstunden

Menschenleere Ambulanzen, verlassene Operationssäle, unbesetzte Spezialeinrichtungen – ist das Wiener AKH oft schon nach 14 Uhr ein Geisterspital? Ja, wie Professor Peter Husslein in einem Brief kritisiert. Die Personalknappheit in der größten Klinik des Landes werde immer alarmierender: Fällt eine Schwester aus, wird häufig die OP gestrichen.

"Man muss endlich einmal die Wahrheit sagen", erklärt Husslein im "Krone"-Gespräch und er hat es auch in einem offenen Brief an MedUni-Wien-Rektor Professor Wolfgang Schütz getan: Auf zwei Seiten ist von verwaisten Ambulanzen zu lesen, dass man "zwischen 14 und 17 Uhr" gar nicht mehr herauskommt aus dem Staunen ob der Fülle an leeren OP-Sälen und Einrichtungen, die bekanntlich eine Menge Geld kosten.

Husslein fordert mehr Geld und mehr Personal
"Das Gesundheitswesen ist großartig", erklärt der Vorstand weiter. Doch die ersten Qualitätsabstriche seien zu erkennen. Um hier wieder das AKH als Härtefall zu nennen: Das System ist so ausgedünnt, dass eine kranke Schwester ausreicht, um den OP-Plan eines Tages über den Haufen zu werfen. Die Husslein'sche Forderung in verkürzten Worten: mehr Geld und mehr Personal.

"Und das rasch", legt FP-Stadtrat David Lasar nach. "Mehr Ärzte und Schwestern verkürzen auch die Wartezeit. Stadträtin Sonja Wehsely muss endlich handeln!" Die Stadträtin dazu: "Verbesserungsvorschläge sind immer gut. Die Stadt zahlt bereits doppelt so viel für das AKH wie der Bund."

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