50 Tote im Jemen
Sanaa wird immer mehr zum Schlachtfeld
Allein auf dem Gelände eines Waffenlagers wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht bei einer Explosion 28 Menschen getötet. Hunderte Bewohner Sanaas flohen aus der Hauptstadt. Sie hatten ihre Habseligkeiten in Eile auf die Dächer ihrer Autos gepackt.
Weitere Menschen seien bei den nächtlichen Kämpfen zwischen der republikanischen Garde und Anhängern des Arhab-Stammes ums Leben gekommen, teilte ein Stammesvertreter mit. Außerdem wurden im Hauptstadtbezirk Hasaba nach Angaben der Nachrichtenagentur Saba bei Gefechten zwischen Anhängern Salehs und Mitgliedern des mächtigen Haschid-Stammes sechs weitere Menschen getötet, unter ihnen vier Zivilisten.
Sanaa wird immer mehr zum Schlachtfeld
Die Straßenschlachten waren am Montag ausgebrochen, nachdem Präsident Saleh erneut die Unterzeichnung eines Abkommens verweigert hatte, das seinen Rücktritt binnen eines Monats vorsieht. Im Jemen gibt es zwar seit drei Monaten Demonstrationen gegen den langjährigen Staatschef, doch inzwischen wird die Hauptstadt Sanaa immer mehr zum Schlachtfeld. Seit Montag wurden nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 80 Menschen getötet.
Clinton fordert erneut Salehs Rücktritt
US-Außenministerin Hillary Clinton rief zu einem sofortigen Ende der Kämpfe auf und drängte Saleh zum wiederholten Mal zum Amtsverzicht. Die USA befürchten, dass ein Zusammenbruch des ohnehin schon finanziell angeschlagenen jemenitischen Staates die Sicherheit in der Region untergraben und auf den weltgrößten Erdöl-Exporteur Saudi-Arabien übergreifen könnte.
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