Mi, 21. November 2018

80.000 Euro Schaden

25.05.2011 13:15

Serieneinbrecher nach Coups in OÖ und NÖ geschnappt

Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher aus dem oberösterreichischen Bezirk Wels-Land ist der Polizei ins Netz gegangen. Dem 42-Jährigen werden 25 Einbrüche im Land ob der Enns und in Niederösterreich mit einem Gesamtschaden von etwa 80.000 Euro zur Last gelegt. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Garsten eingeliefert.

Wegen einer Serie von zehn Einbrüchen in den Bezirken Steyr-Land, Steyr-Stadt, Linz-Land sowie in Amstetten in Niederösterreich, die Mitte Jänner 2011 begann, wurde eine Sonderkommission gebildet. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse und der Spurenauswertung konzentrierten sich die Erhebungen im April auf den einschlägig vorbestraften 42-Jährigen.

Auf frischer Tat ertappt
Am vergangenen Mittwochabend wurden er und seine 21-jährige tschechische Lebensgefährtin auf frischer Tat ertappt: Nach dem Einbruch in eine Firma in Niederthalheim (Bezirk Vöcklabruck) versuchten sie zu flüchten und rammten ein Polizeiauto. Das Duo wurde jedoch rasch gefasst, in seinem Wagen stellten die Beamten einen griffbereiten Elektroschocker, einen Totschläger und ein Springmesser sicher.

Der geständige Beschuldigte soll bei den Einbrüchen - vorwiegend in Kindergärten und Schulen - rund 10.000 Euro Beute und wegen seines laut Polizei "rücksichtslosen Vorgehens" etwa 70.000 Sachschaden angerichtet haben. Im Zuge der Einvernahmen konnten die Ermittler auch einen bereits 23 Jahre zurückliegenden Einbruch in ein Einfamilienhaus in Sinabelkirchen (Bezirk Weiz) in der Oststeiermark klären, bei dem eine Faustfeuerwaffe erbeutet wurde: Sie stellten diese und andere verbotene Waffen bei einer Hausdurchsuchung sicher.

Freundin angezeigt und ausgewiesen
Der Beschuldigte ist für die Polizei kein Unbekannter, war er doch 2003 aus der Justizanstalt Linz nach Tschechien geflüchtet. Dort musste er wegen Einbrüchen und eines Raubes ebenfalls ins Gefängnis. Seine Lebensgefährtin, die vermutlich nur bei einem Einbruch als Aufpasserin fungierte, wurde angezeigt und nach Tschechien ausgewiesen.

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