Als Reaktion auf die kritische Situation im Klinikum Klagenfurt haben Vertreter aus Medizin und Pflege am Donnerstag Sofortmaßnahmen gesetzt, die zu verbesserten Arbeitsbedingungen beitragen sollen. Außerdem wurde die Unterschriftenaktion „5 nach 12“ gestartet, die sich an die Bundesregierung richtet.
Neben dem Projekt, das im Klinikum Klagenfurt zu mittel- und langfristigen Arbeitsverbesserungen beitragen soll, wurden am Donnerstag von Kabeg-Vorstand, Direktorium, Zentralbetriebsrat und von Vertretern aus Medizin und Pflege Sofortmaßnahmen präsentiert, die das Pflegepersonal vor allem bei Patientenaufnahmen und -entlassungen sowie zeitaufwendigen Dokumentationen entlasten sollen.
Bezahlte Praktika, Aufnahmebetten & Co
„Ab kommenden Montag und bis voraussichtlich 15. März werden sechs Betten als Aufnahmebetten umgewidmet. Zudem ist die Errichtung einer eigenen Ambulanz für stationäre Aufnahmen geplant“, sagt Kabeg-Sprecherin Nathalie Trost. Neben Pflegefachkräften aus anderen Bereichen sollen auch Studenten der Gesundheits- und Krankenpflege durch bezahlte Praktika zum Einsatz animiert werden.
Unterschriftenaktion „5 nach 12“
Auf Bundesebene herrscht zum Problemthema Pflege nach wie vor Zurückhaltung - das wird vor allem seitens der Gewerkschaften GÖD, GPA, VIDA und YOUNION kritisiert: „Was ist seit der Aktion ,5 nach 12’, bei der im November tausende betroffene Kärntner für ein besseres Gesundheitssystem demonstriert haben, geschehen? Nichts!“
Bereits im November protestierten Pfleger und Mediziner:
Noch eine Demonstration?
Deshalb wurde am Donnerstag als Fortsetzung eine bundesweite Unterschriftenaktion gestartet, die bis zum 1. Mai läuft und Verbesserungen im Gesundheits- und Sozialbereich fordert. „Sollte die Regierung weiterhin untätig sein, werden wir am 12. Mai eine Demonstration organisieren, die bis nach Wien zu hören sein wird.“











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