Die Steyrtalbahn, die von der Eisenstadt über Grünburg bis nach Molln fährt, ist die älteste Schmalspurbahn Österreichs. Zugfans, die ehrenamtlich mitarbeiten, legen bei der Erhaltung der Dampfloks samt Waggons und bei der Streckenerhaltung selbst Hand an. Aber die Finanzen sind angespannt.
Die Dampflok, die derzeit in Grünburg untergestellt ist, wird gerade fit gemacht für die Nostalgiefahrten der Steyrtalbahn, die im Mai wieder starten. „Ich arbeite seit 40 Jahren mit, mittlerweile kann ich jeden Handgriff“, sagt Betriebsleiter Walter Lobner.
Alles ganz analog
Mit sechs neuen jungen Lokführern ist die kommende Saison auch personell „auf Schiene“. Georg Oberaigner (23), Maschinenbautechniker, ist einer davon: „Mich fasziniert einfach das Analoge. In der Dampflok gibt es keine Elektronik und sie fährt dennoch“, sagt er. Auch Peter Kern (28) absolvierte die staatliche Prüfung: „Ich habe als Heizer vor 14 Jahren begonnen. Jetzt komme ich schon auf 800 Fahrstunden-Praxis in der Lok.“
Bereits große Nachfrage
Die Steyrtalbahn litt in der Coronazeit unter eingeschränktem Betrieb. Viele Advent- und Sonderfahrten fielen aus. Im Herbst des Vorjahres demolierte eine Hangrutschung bei Letten die Schienen. Wie berichtet, konnte nur eine Teilstrecke befahren werden - auch das führte zu schmerzhaftem Umsatzverlust. Obwohl zahlreiche Spender die Museumsbahn unterstützen, bleiben die Finanzen angespannt: „Wir hoffen nun durch eine gute Buchungslage bald die nötigen Einnahmen zu erwirtschaften“, heißt es. Infos www.oegeg.at/schmalspur-steyrtalbahn
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