Microsoft hat Problem:

PCs für Windows-Update oft nicht lang genug online

Web
03.02.2022 10:59

Regelmäßige Updates sind wichtig für die Sicherheit eines Windows-PCs. Aber obwohl diese meist automatisch installiert werden, gibt es Millionen Rechner mit veralteter Software. Bei Nachforschungen, wie es dazu kommen kann, hat der US-Softwareriese Microsoft ein Problem entdeckt: Viele Nutzer sind einfach nicht lang genug online.

Normalerweise meldet ein Windows-PC, wenn neue Updates bereitstellen. Meist werden diese heute automatisch installiert. Allerdings dauert es bis zu zwei Stunden, bis der PC die Update-Server kontaktiert, alles abgeglichen, notwendige Updates identifiziert und dem Nutzer gemeldet hat. Bis die Updates vollständig heruntergeladen und installiert sind, können laut Microsoft weitere sechs Stunden vergehen.

Nicht jeder PC läuft stundenlang am Stück: Bei Notebooks sind die Betriebsphasen oft kürzer - mitunter zu kurz für die Windows-Updates. (Bild: flickr.com/Brett Morrison)
Nicht jeder PC läuft stundenlang am Stück: Bei Notebooks sind die Betriebsphasen oft kürzer - mitunter zu kurz für die Windows-Updates.

Das geht aus einer Auswertung hervor, die das Unternehmen auf seinem „IT Pro Blog“ veröffentlicht hat. Die notwendigen Online-Zeiten von acht Stunden werden demnach von 50 Prozent aller Windows-Systeme nicht erreicht, womit deren Software mit der Zeit veraltet. Selbst bei neueren Computern, etwa mit Windows 11, ist ein Viertel betroffen.

Nicht jeder nutzt PC stundenlang am Stück
Hintergrund dürften die Nutzungsgewohnheiten vieler Anwender sein: Nicht jeder lässt seinen PC ständig laufen. Gamer, deren Rechner viele Stunden am Tag läuft, erhalten Updates beispielsweise zuverlässiger als Anwender, die den PC nur gelegentlich für eine Stunde hochfahren, um E-Mails zu checken.

Laut WinFuture.de könnte auch der Gerätetyp einen Unterschied machen: Notebooks, die viel mobil genutzt werden und laufend auf- und zugeklappt werden, haben beispielsweise eher kurze Betriebsphasen und verweilen dazwischen im Energiesparmodus oder werden ganz ausgeschaltet. Das erschwert die Updates.

Microsoft: PC öfter über Nacht laufen lassen!
Der Softwarekonzern empfiehlt im Blogeintrag, der sich an Firmennutzer richtet: „Sorgen Sie dafür, dass mehr Geräte im Unternehmen die Mindestanforderungen an die Update-Konnektivität erfüllen, indem Sie die Benutzer auffordern, diese eingesteckt und verbunden zu lassen, statt sie nachts abzuschalten.“ Nur so könne man sicherstellen, dass die Rechner „geschützt und produktiv“ bleiben.

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