455-Millionen-€-Offert

Russischer Milliardär angelt nach Borealis-Sparte

Oberösterreich
03.02.2022 07:30

Ein Jahr war gerätselt und spekuliert worden - nun zeichnet sich ein klares Bild für die Zukunft der Stickstoff-Sparte der Borealis ab. EuroChem, einer der größten Düngemittel-Hersteller der Welt, hat ein verbindliches Angebot gelegt. Noch heuer soll der Deal fixiert werden, hinter dem einer der reichsten Russen steckt...

Rund 1200 Borealis-Mitarbeiter sind in Linz beschäftigt: 450 sind im Innovationszentrum tätig, das ganz im Zeichen der Weiterentwicklung von Kunststoffen und Basischemikalien steht. Der Rest wird zu jenem Bereich gezählt, von dem sich die Borealis trennt - der Stickstoff-Sparte, in der auch Pflanzennährstoffe und Melamin entstehen.

Im Februar 2021 waren die Trennungsabsichten offiziell geworden. Fast auf den Tag genau ein Jahr später gab Borealis bekannt, dass mit EuroChem einer der weltgrößten Düngemittel-Hersteller ein verbindliches Angebot gelegt hat. Die Borealis-Sparte, die neben dem Standort in Linz auch Produktionsanlagen in Deutschland und Frankreich hat, wird dabei mit 455 Millionen Euro bewertet.

Laut Forbes 17,9 Milliarden US-Dollar schwer
Die EuroChem hat ihren Firmensitz in Zug in der Schweiz. Mehrheitseigentümer ist allerdings der russische Milliardär Andrei Melnitschenko. Sein Vermögen schätzte Forbes im Vorjahr auf 17,9 Milliarden US-Dollar, er zählt zu den zehn reichsten Russen.

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