23.01.2022 06:00 |

„Krone“-Gastkommentar

Christian Baha: Gefährliche Glutnester

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Aus geopolitischer Sicht gleicht die Welt derzeit einem Pulverfass. Im Ukrainekonflikt hat Russlands Präsident Putin 100.000 Soldaten an die Grenze beordert. „Kriegsgefahr“, titeln internationale Medien. Die NATO droht im Einmarsch-Fall mit scharfen Sanktionen. Großbritannien zündelt in Richtung Kreml und liefert Panzerabwehrwaffen in die Ukraine. Zugleich wird Putins Politik mit Argusaugen von China beobachtet. Pekings Machthaber Xi sieht Taiwan, das sich 1949 abgespalten hat, als abtrünnige Provinz und will die Wiedervereinigung - koste es, was es wolle, notfalls militärische Gewalt. Die USA, wichtigster Partner Taiwans, hat seine Waffenlieferungen deutlich verstärkt. Und als schiene US-Präsident Joe Biden nicht schon an (zu) vielen Fronten überfordert, lässt Nordkoreas Kim Jong-un seine Waffen blitzen: Er kontert neue US-Sanktionen mit dem 4. Raketentest seit Neujahr.

Ein zusätzliches Glutnest ist die Inflation, befeuert vom massiven Gelddrucken der Zentralbanken. In den USA steht die Teuerung bereits bei 7 Prozent, im Euroraum bei 5 Prozent.

Wie kann sich der Kleinanleger wappnen? Gold, Inflationsschutz seit 5000 Jahren. Silber. Hedgefonds. Auch wenn ich bei diesem Thema befangen bin, kann man sich an den hellsten Köpfen orientieren: De facto bunkert die Eliteuni Harvard im Stiftungsfonds 53 Milliarden Dollar. 33 Prozent davon sind in Hedgefonds investiert, weil sie damit auch von fallenden Kursen profitieren können.

Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)

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