Die Gasvergiftungen, die sechs Personen in der Karthalle bei Wolfsberg wegen erhöhten Kohlenstoffmonoxidwerten hatten, haben Konsequenzen. Das Gas kann beim Einatmen tödlich wirken. „Das Messgerät, das mit Fühlern den Wert misst, war außer Betrieb“, sagt Albert Kreiner von der Abteilung 7, die die Ermittlungen durchführt.
Das Messgerät für Kohlenmonoxid war in der Karthalle außer Betrieb. Die CO-Werte waren noch eine Stunde später zehnmal höher als erlaubt.
Dr. Albert Kreiner, Land Kärnten
„Darum konnten die vorgeschriebenen Kontrollen nicht durchgeführt werden. Ob es abgeschaltet oder defekt war, zählt jetzt nicht. Als die Kinder bereits im Spital waren, betrug bei der Messung der Feuerwehr der MAK-Wert immer noch 300. Zugelassen sind nur 30!“
Die Kartbahn-Betreiber haben synthetischen Kraftstoff verwendet, der keine Geruchsentwicklung hat. „Normal ist es gut, diesmal war’s fatal. Sonst hätte es bei den Werten einen furchtbaren Gestank und Rauchentwicklung gegeben“, meint Kreiner. Die mangelnde Sauerstoffzufuhr war wohl das Problem. „In der Karthalle gibt es nicht einmal eine Heizung“, ergänzt Kreiner. „Das hat mitgespielt. Der Betreiber wird investieren müssen, wenn er wieder aufsperren will. Künftig soll die CO-Messung mit der Startvorrichtung gekoppelt sein. Sind Werte zu hoch, springt der Motor nicht an.“
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